Stadtentwicklung
Heinzelmannpark soll ab Frühjahr gebaut werden

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Die Verwirklichung des Heinzelmannparks auf dem Gelände des früheren Kreiskrankenhauses rückt näher. Dort sollen zunächst 50 Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen entstehen, die an Senioren vermietet werden, die zudem in den Genuss eines Servicedienstes kommen können. Schon im Frühjahr soll nach Angaben des evangelischen Diakonievereins Kaufbeuren, der den Park betreiben wird, mit der Errichtung von zunächst vier Gebäuden begonnen werden. Die Fertigstellung ist 2012 vorgesehen.

90 Prozent reserviert

90 Prozent der 50 Wohnungen sind bereits reserviert, so Peter Meis, Vorsitzender des Diakonievereins. Voraussichtlich 25 Wohnungen werden sich im sogenannten Laubenganghaus befinden, das dem Diakonieverein selbst gehören wird (Laubengänge sind überdachte Gänge an Gebäuden).

Je ein Dutzend Wohnungen sind in den beiden «Punkthäusern» (als Punkthäuser bezeichnet man Gebäude mit einem um einen Mittelpunkt - beispielsweise ein Treppenhaus - zentrierten Grundriss) geplant, die Investoren aus der Region bezahlen. Des Weiteren gibt es vis-à-vis des Heinzelmannstifts ein Ärztehaus.

Ursprünglich hatte der Verein geplant, dass sich Interessenten auch Wohnungen im Heinzelmannpark kaufen können. «Davon sind wir aber abgekommen», so Zweiter Vorsitzender Thomas Kretschmar, Stadtpfarrer der Dreifaltigkeitskirche. Denn niemand wisse beispielsweise, was eine spätere Erbengeneration mit einer Wohnung im Heinzelmannpark anfangen würde. Darauf hätte dann der Diakonieverein rein rechtlich keinen Einfluss mehr.

Sinn sei es aber, die Anlage immer wieder an Senioren zu vermieten. Das wolle man nicht aus der Hand geben. Deshalb sind nach den jetzigen Vorstellungen nur Wohnungen zu mieten. «Und zwar auf Lebzeit», so Kretschmar. Das sei vielen Interessierten wichtig.

Wer Geld investieren will, ist trotzdem willkommen. Er kann Anteile an der Kommanditgesellschaft (und somit am Laubenganghaus erwerben), die der Diakonieverein gründen will. Die Rendite sei «zwar bescheiden, aber dafür sehr solide», so Meis. Längerfristig ist auch ein zweiter Bauabschnitt vorgesehen, bei dem noch mal bis zu 50 Wohnungen entstehen können - in weiteren Laubenganghäusern, einem Punkthaus und Stadtvillen. Letztere sollen als solche errichtet werden, weil sie sich baulich den anderen, bestehenden Häusern in der Bismarckstraße anpassen müssen.

Frage der Entsorgung

Die Firma Dobler, welcher der Grund gehört, wollte mit dem Abriss des alten Krankenhauses eigentlich schon Mitte 2010 fertig sein. Wegen hoher Grundwasserstände verzögerten sich die Arbeiten. Dabei wurden Materialien entdeckt, mit denen bislang nicht gerechnet wurde. Laut Peter Gaul, Sprecher der Firma Dobler, handle es sich um Baustoffe, Dämmmaterialien und Anstriche, die früher gängig waren. Eine gesundheitliche Gefahr gehe nicht von diesen Stoffen aus, wohl aber müssten sie aufwendig entsorgt werden.

Wobei derzeit noch nicht klar sei, wer für diese Kosten aufkommt: Dobler oder der Vorbesitzer des Geländes, die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Dobler beabsichtigt zudem, auch die Gebäude des Heinzelmannparks sowie die Tiefgarage zu bauen und später an Investoren oder den Diakonieverein zu verkaufen.

Weitere Information bei Peter Meis, der per E-Mail unter der Adresse peter@meis.de zu erreichen ist.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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