Heimatgeschichte auf gut Westallgäuerisch

2Bilder

Weiler | hh | Ein großer Besucherkreis versammelte sich im Museumsstüble in Weiler, um in gemütlicher Runde das 15-jährige Bestehen der Hoschtube in Westallgäuer Mundart zu feiern. Angefangen hatte alles im Winterhalbjahr 1993, als sich Hanns Heim mit Unterstützung der damaligen Vorsitzenden des Westallgäuer Heimatvereins Roswitha Ennemoser daran machte, die Hoschtube zu einer festen Einrichtung mit interessanten Themen zu gestalten.

Hanns Heim hob zu Beginn seines Rückblicks vor allem die wertvolle Zusammenarbeit mit Frieda Harrer hervor, deren schier unerschöpfliches Archiv viele Berichte mit den dazu gehörigen Fotos möglich gemacht hatte.

In rund 110 akribisch recherchierten und zusammengestellten Berichten aus der Heimatgeschichte war es Hanns Heim immer wieder gelungen, seine insgesamt rund 2000 Besucher zu begeistern. Alle Berichte wurden in Westallgäuer Mundart vorgetragen und jeweils mit passenden Mundartgedichten 'gewürzt'.

Da wurde über die Geschichte alter Häuser wie dem 'Zirne Vefele', dem alten und dem neuen 'Kellhof', oder bekannter Kaufmannsfamilien wie der Familien Grüßer, Mauch oder Keck ebenso berichtet wie über alte Straßennamen 'Umgangstraße', 'Zinngießergasse', das 'alte Loch', und das 'Herrengässle'.

Besonders spannend waren die Aufzeichnungen über alte, heute teilweise unbekannte Handwerksberufe wie Kupfer-, Nagel- oder Hufschmied, Ölmüller, Gerber, Kürschner, Sattler und Schuhmacher bis hin zum Mühlenbauer.

Personen wie der 'Weilerer Bote', oder die 'Sulzberger Botin' erstanden nicht zuletzt dank der ebenso liebenswürdigen wie treffenden Beschreibungen in den Gedichten von Fridolin Holzer beinahe lebendig vor den Augen der Besucher.

Gerd Zimmer, 2. Bürgermeister und Ortsheimatpfleger, dankte Hanns Heim herzlich für die geleistete Arbeit über den Zeitraum einer 'halben Generation'. Hanns Heim habe nicht nur den Dialekt gepflegt, sondern dafür gesorgt, dass eine lebendige und spannende Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.

Launige Mundartgedichte von Fridolin Holzer und Dr. Albert Baldauf, vorgetragen von Hanns Heim, Hildegard Eglseder und Hans Hölzler untermalten den Abend, der von Barbara Liebsch und Gisela Brenner mit Zither und Gitarre umrahmt wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019