Heiligabend liegt Qualität unter dem Christbaum

Marktoberdorf | af | Weihnachten steht vor der Tür. Gut, das ist in den Supermärkten angesichts des Angebots an Lebkuchen und Glühwein schon seit Monaten zu spüren. Nun aber erfasst das Fest auch die Marktoberdorfer. Was schenke ich? Wie viel gebe ich aus? Das sind die am häufigsten gestellten Fragen. Deren Beantwortung fällt heuer noch nicht schwer. Sowohl bei den von unserer Zeitung befragten Händlern als auch bei den Konsumenten ist von der viel beschriebenen Finanzkrise nichts zu spüren.

Und trotzdem ist ein Trend auszumachen: weniger Masse, mehr Klasse. «Die Leute setzen auf Qualität», sagen die Kaufleute übereinstimmend. Das betrifft die Elektrobranche genauso wie Mode, Sport oder Spielzeug. Gerade bei den Geschenken für die Jüngsten werde nach Meldungen über schädliche Stoffe in Billigprodukten mehr auf «made in Germany» geachtet, sagt Helga Franz von Spielwaren Härtle.

Nach wie vor stünden Klassiker hoch im Kurs: Experimentierkästen, Lego und Playmobil, Puppen mit Zubehör - und verstärkt Gesellschaftsspiele. Unterm Christbaum im Kreise der Familie die Gemeinschaft zu pflegen, lebe wieder auf.

Dieser Aspekt ist auch Sylvia Schwarz wichtig. «In unserer Familie kam die Frage auf, ob wir uns überhaupt etwas schenken. Denn meist war es nur ein Geld-Hin-und-her-Geschiebe. Jetzt gibt es nur eine Kleinigkeit, aber die muss persönlich sein.» Ähnlich sieht es Clementine Gottstein: «Es muss nicht immer was Großes sein. Lieber schenken wir uns unterm Jahr auch mal was. Früher als Kind haben wir auch an Kleinigkeiten unsere Freude gehabt.» Im Haus von Annette Sommer wird ebenfalls in der Größenordnung «wie immer» geschenkt.

Rechtzeitig vor dem ersten Adventswochenende sei Schnee gefallen und das Thermometer unter den Gefrierpunkt gerutscht, dankt Rainer Lipp vom gleichnamigen Sportgeschäft Petrus. Seitdem laufe der Verkauf von Skiern und allem, was dazu gehört, gut.

Ähnliches erlebt Natalie Heibler von Schuh Sepp: «Mit dem Schnee kommen die Kunden.» Darüber freut sich auch Xaver Martin von Mode Martin: «Die Nachfrage nach wärmeren Artikeln ist gestiegen.» Dass nicht weniger Geld als in der Vergangenheit ausgegeben wird, weiß Udo Braun. In seinem Elektrogeschäft laufen derzeit Flachbildfernseher am besten. Bei Kindern sei die Nachfrage nach Spielkonsolen ungebrochen.

«Marktoberdorf nicht betroffen»

All das lässt Xaver Martin, gleichzeitig Vorsitzender des Aktionskreises, zum Schluss kommen: «Den Standort Marktoberdorf halte ich von der aktuellen Finanzkrise nicht für betroffen.» Das schreibt er dem stabilen Arbeitsmarkt zu. An den Geschäften selbst liege es dann, die Kunden an die Stadt zu binden.

Um Konsumenten zu halten, gibt es die Weihnachtslosaktion und die Geschenkgutscheine. Sie können im Servicecenter der Allgäuer Zeitung in der Jahnstraße, im Bürgerbüro des Rathauses und bei Möbel Herbein erworben werden. Eingelöst werden können sie in jedem Aktionskreisgeschäft und sind weit über Weihnachten hinaus gültig.

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