Füssen/Kundus
Heilfroh, dass es nach Hause geht

Die gute Nachricht vorweg: «Alle Soldaten sind wohlauf», sagt Oberstleutnant Ralph Malzahn, der Kommandeur der Füssener Gebirgsaufklärer in Afghanistan. Selbst ein schwerer Vorfall endete dieser Tage glimpflich: Ein Spähpanzer Fennek fuhr auf eine alte Mine, die daraufhin explodierte. «Der Besatzung ist aber nichts passiert», so Malzahn. Er hofft, dass seine Truppe von weiteren Zwischenfällen dieser Art verschont bleibt. Denn in den kommenden Wochen - ab Mitte/Ende März - sollen alle Soldaten wohlauf nach Hause zurückkehren.

Und darauf freuen sie sich, wie etwa Hauptfeldwebel B. (aus Sicherheitsgründen dürfen die Namen der Soldaten nicht genannt werden): «Ich bin heilfroh, dass es jetzt wieder nach Hause geht», sagt der 29-Jährige. Das sehen auch seine Kameraden so: «Uns geht es prächtig, wir sind mitten in der Vorbereitung zur Übergabe an unsere Nachfolger», heißt es.

Doch trotz der monatelangen Trennung von Familie und Freunden sind sie von der Notwendigkeit ihres Einsatzes überzeugt: «Hier in der Gegend hat man sehr viel bewegt», sagt Hauptfeldwebel B. mit Blick auf viele Maßnahmen zum Wiederaufbau. Für die Afghanen sei es auch wichtig, dass jemand da ist, der «für Sicherheit sorgt», ergänzt Oberleutnant F. im Telefonat mit unserer Zeitung. Denn Aufständische und «kriminelle Elemente» würden die Bevölkerung erpressen und ausrauben.

Nachhaltige Hilfe nötig

«Der militärische Einsatz ist nur der erste Schritt», mahnt Kommandeur Malzahn mehr Hilfe durch die internationale Staatengemeinschaft an: «Ein deutlich stärkeres und nachhaltiges Engagement ist notwendig, um bei der Entwicklung zu einer zivilen Gesellschaft und beim Wiederaufbau zu helfen.» Er denkt an Bereiche wie Ausbildung und Gesundheit, Oberleutnant F. hält die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte - vor allem Polizei - für wichtig.

Jetzt freuen sich die Soldaten aber erst einmal auf ihre Rückkehr und ein paar freie Tage bei ihren Familien. Und auf Schnee: «Der Winter in Afghanistan ist wie ein lascher Herbst. Momentan gibt es Dauerregen, wie versinken im Schlamm», so Malzahn. Etliche seiner Soldaten freuten sich schon richtig aufs Skifahren.

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