Bürgerinitiative
Hegge wächst rasant - doch was machen wir daraus?

Der Kernteam von Blickpunkte Hegge (v.l.): Sonja Kehr, Lore Steiner, Martina Kellnberger, Marcus Obkircher, Armin Magneschef und Renate Mayr.
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  • Der Kernteam von Blickpunkte Hegge (v.l.): Sonja Kehr, Lore Steiner, Martina Kellnberger, Marcus Obkircher, Armin Magneschef und Renate Mayr.
  • Foto: Sebastian Kehr
  • hochgeladen von Holger Mock

Was tun mit dem Wachstum? Diese Frage stellt sich "Blickpunkt Hegge", einem Arbeitskreis zur Dorfentwicklung, der sich am Dienstagabend in der Grundschule Hegge bei einem Infoabend vorgestellt hat. Der Einladung folgten rund 60 Bürgerinnen und Bürger, darunter viele Ur-Heggener, Rückkehrer, Neu-Heggener, Gemeinderäte, Vereinsmitglieder, Unternehmer und Vertreter von Pfarrgemeinde, Schule und Kita.

Den Blick auf Hegge richten. Eine Brücke zwischen Politik und Bürgern schlagen. Darum geht es dem Arbeitskreis Dorfentwicklung. Es soll ein Netzwerk entstehen, in dem Anliegen professionell gebündelt und mit Argumenten im Gemeinderat eingebracht werden. Denn Hegge wächst rasant. Der Ortsteil ist mittlerweile ein Multi-Kulti-Dorf mit urbaner Bevölkerungsstruktur.

Mit der neuen Siedlung am Illerbogen kommen zu den 2.500 Heggenern weitere 500 Neu-Bürger hinzu. Damit stellt Hegge rund 30 Prozent der Bevölkerung im Gemeindegebiet Waltenhofen. Brisant: "Nur drei von 20 Gemeinderäten kommen aus Hegge. Da bin ich sehr froh, dass diese jungen Leute mitreden, mitgestalten und sich einbringen wollen", fasst Gemeinderat Hanspeter Rauch zusammen.

Wie sieht die Zukunft in Hegge aus? Sonja Kehr von "Blickpunkt Hegge" präsentiert die Entstehung des Ortsteils und wirft Fragen an die Wand, die zu einer aktiven Dorfentwicklung beantwortet werden müssen: Werden die letzten Grünflächen bebaut? Wie sehen Nahversorgung und Gastronomie aus? Wird die neue Kindertagesstätte groß genug sein? Wo können sich die Heggener - jung und alt - treffen und ihre Freizeit gestalten? Und was passiert mit leerstehenden Gebäuden? Antworten finden sich an diesem Abend freilich nicht.

Aber das große Ziel wird deutlich: Gemeinsam wollen sie Hegge zu einem lebendigen und lebenswerten Ort für jung und alt weitergestalten. "Wir dürfen zwar nichts entscheiden. Aber wir können die Interessen der Bürger aufnehmen und konstruktiv mitreden. Das werden wir wahrnehmen, und der Neubau der Kindertagesstätte auf dem Bolzplatz ist das erste Projekt", beschreibt Marcus Obkircher von "Blickpunkt Hegge". 

Unterstützt wird die Initiative von der Kindertagesstätte, der Grundschule Hegge, Vertretern der Pfarrgemeinde, Vereinen und Unternehmen. Simone Hertle, Rektorin der Grundschule: "Wir haben als Zeichen unserer Unterstützung die Kinder gefragt, wie Hegge aussehen würde, wenn sie sich ihr Hegge erträumen könnten." Heraus kamen interessante Forderungen und Wünsche, die die Kinder in Bildern oder  Briefen an den Bürgermeister formulierten. "Das Ergebnis ist beeindruckend. Den Kindern ist ihr Hegge sehr wichtig. Sie wollen mitgestalten und vor allem wollen sie die Gemeinschaft pflegen." In der Bildergalerie haben wir einige Wünsche der Heggener Grundschüler zusammengetragen.

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