Allgäu
Hausmüll lässt «öffentliche» Papierkörbe überquellen

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Plastiktüten, notdürftig verknotet, stapeln sich in dem mehr als randvollen Mülleimer, lassen kaum Platz für Brotzeitabfälle. Der Abfalleimer vor der Drogerie Schlecker am Stadtplatz (Foto rechts) quillt über. «Normalzustand», klagt Thomas Follner. Er muss es wissen: Als Leiter des städtischen Bauhofs ist Follner auch «Herr» über die rund 150 öffentlichen Mülleimer sowie die 23 «Wertstoffinseln» mit Glascontainern im gesamten Stadtgebiet.

«Wegen seiner relativen großen Öffnung wird der alte Eimer beim Schlecker oft zur Hausmüllentsorgung missbraucht», sagt der Bauhofleiter: «Die neuen Modelle haben kleinere Schlitze. Deshalb sind die nicht so voll.» Und tatsächlich: Nur wenige Schritte weiter, beim alten Rathaus (Foto links), ergibt sich ein anderes Bild. Der graumetallene «hausmüllsichere» Eimer dort ist lang nicht so verstopft wie sein «Kollege» am Drogeriemarkt. Das ist aber nicht sein einziger Vorteil, wie Follner betont: «Die neuen Abfalleimer sind sehr robust und damit vandalismusresistent.» Was nicht unwichtig sei: Gerade am Stadtplatz würden immer wieder Müllgefäße aus der Verankerung gerissen.

Im Gewend eher wenige

Die 150 Marktoberdorfer Mülleimer konzentrieren sich auf Stadtplatz und Innenstadt, das Schulzentrum, die Spielplätze sowie «Naherholungsbereiche» wie die Buchel. «Überall dort, wo viel Publikumsverkehr ist», so Follner: «In reinen Wohngebieten wie im Gewend oder im Gschlatt sind eher wenige.»

Ist ein Eimer defekt oder «verschwunden», muss der Bauhof ihn ersetzen, erklärt Stadtbaumeister Peter Münsch. Zudem sei die Stadt gefordert, für genug Müllbehälter zu sorgen. «Nur außerhalb der geschlossenen Ortslage ist das ein wenig kritisch», meint Münsch. Hier sei die Gefahr groß, dass «alles mögliche», Hausmüll etwa, weggeworfen werde.

Follner betont in dem Zusammenhang das «serviceorientierte» Vorgehen der Stadt: «Kürzlich haben wir zum Beispiel auf einem Lkw-Stellplatz im Moos einen Eimer aufgestellt - für die Fernfahrer, die dort übernachten.»

Geleert und gereinigt werden die Mülleimer und die Wertstoffinseln samt danebenliegendem Unrat mindestens einmal, «wo nötig, wie am Stadtplatz, auch zwei oder dreimal» pro Woche, weiß Follner. Dankbar ist der Bauhofleiter dabei für das Engagement der Wertachtalwerkstätten: Die behinderten Menschen helfen bei der Reinigungsarbeit. Zudem sorgen sie für müllfreie Spielplätze.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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