Hilfsprojekt
Haus Chancennest macht bis Sommer weiter

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Eigentlich sollten im Haus Chancennest schon seit einem Jahr Kinder aus suchtkranken Familien betreut werden. Doch bis heute hat die Einrichtung von Ulrike von Le Suire ihren Betrieb nicht richtig aufgenommen. Weil die Kinder fehlen, kämpft das Haus am Haslacher Berg seit der Eröffnung im Januar ums Überleben.

Doch von Le Suire, die privates Vermögen aus einer Erbschaft in Umbau, Personal und Miete gesteckt hat, will weiter nicht aufgeben. Nachdem eigentlich schon im Dezember Schluss sein sollte im Haus Chancennest, will sie nun auf alle Fälle bis zum Sommer weitermachen. Denn sie habe eine Schirmherrin gefunden, die mit ihrem Namen für die Einrichtung werbe: Die 85-jährige Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Schriftstellerin Christa Meves. Die Bundesverdienstkreuzträgerin hat über 100 Bücher geschrieben, steht unter anderem wegen ihrer Ablehnung von flächendeckender Kleinkinderbetreuung aber in der Kritik.

Bis Juni hat von Le Suire den Mietvertrag fürs Haus Chancennest verlängert - obwohl die Jugendämter ihr auch in den vergangenen Monaten keine passenden Kinder vermittelt hätten. Im August hatte die Erzieherin, die früher selbst suchtkrank war, vorübergehend einen Jugendlichen betreut. Dieser sei aber schwer kriminell gewesen - solche Jugendliche könne sie im Haus Chancennest nicht aufnehmen.

Von Le Suire hofft nun, dass ihr Anfang des Jahres mindestens vier Kinder vermittelt werden, die entweder selbst süchtig sind oder sucht- oder psychisch kranke Eltern haben. Zu Jahresanfang gebe es frische Budgets und damit eine neue Chance fürs Haus Chancennest, hofft von Le Suire. (sh)

 

Das Haus Chancennest am Haslacher Berg kämpft weiter ums Überleben. Archivfoto: Ralf Lienert

 

Christa Meves

 

Ulrike von Le Suire

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