Weiler-Simmerberg
Hauptschule auf Partnersuche

Wer mit wem? Bei dieser Frage geht es nicht um amouröse Verstrickungen, sondern um die Zukunft des Schulstandortes Weiler. Denn klar ist: Während die Grundschule auch in den kommenden Jahren dank relativ konstanter Schülerzahlen (derzeit 183) aus dauerhaft sieben bis acht Klassen bestehen wird, wird sich im Bereich der Hauptschule etwas tun. Denn die Umwandlung zur Mittelschule kann Weiler nicht allein vornehmen - dafür ist die Bildungseinrichtung zu klein, wie Schulleiter Karl-Heinz Giegerich im Gemeinderat informierte. Sie muss sich deshalb mit anderen Standorten zu einem Schulverbund zusammenschließen. Als mögliche Partner kommen Oberstaufen, Lindenberg und die beiden Lindauer Hauptschulen in Frage.

500 Schüler notwendig

Ziel der Mittelschule ist es, den Schülern mehr berufliche Orientierung zu bieten und die Möglichkeit, einen mittleren Schulabschluss auf dem Niveau einer Wirtschafts- und Realschule zu machen. Schwerpunkte bilden die Bereiche Technik, Wirtschaft und Soziales. Daneben soll es wie bisher Praxisklassen, Förderkurse und Ganztagesangebote geben. Damit eine Schule zur Mittelschule werden kann, sind etwa 500 Schüler notwendig, schätzt Giegerich. «Die Volksschule Weiler wird nicht stark genug sein, dieses Angebot zu bieten», betonte er.

M-Zweig wird verschwinden

Die Hauptschule Weiler wird derzeit von 307 Schülern besucht. Prognosen zufolge wird diese Zahl in fünf Jahren auf 172 sinken. Benötigt wird also ein starker Partner, um die vorgeschriebene Schülerzahl zu erreichen. «Die Fakten liegen auf dem Tisch. Wir werden an einem Schulverbund nicht vorbeikommen», sagte der Schulleiter - zumal es in Weiler beispielsweise in fünf Jahren wohl keinen M-Zweig mehr geben werde, da die Schüler dafür fehlen (derzeit 86 M-Schüler).

Wer also mit wem? Die von Giegerich favorisierte Lösung gemeinsam mit Oberstaufen wird wohl nicht zustande kommen: Das Einzugsgebiet wäre zu groß (bis Thalkirchdorf), weshalb die Anfahrtswege für die Schüler viel zu weit wären. Zudem werden für diese Kombination zu stark sinkende Schülerzahlen prognostiziert.

Am wahrscheinlichsten erscheint derzeit ein Zusammenschluss mit dem benachbarten Lindenberg, doch auch «große Lösungen» mit Lindenberg und einem Teil von Oberstaufen zusammen oder gar einen «Viererpack» gemeinsam mit Lindenberg und den beiden Lindauer Schulen Aeschach und Reutin möchte Giegerich «nicht ganz ausschließen».

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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