Hauptsache gewonnen

Von Thomas Weiß | Deggendorf/Kaufbeuren Sie haben ihren Versprechungen Taten Folgen lassen. Nachdem die Spieler des ESV Kaufbeuren in der Vorwoche ausgerechnet gegen den EV Füssen zu Hause mit 0:8 untergegangen waren, rehabilitierten sie sich dieses Wochenende mit sechs Punkten. Dem Arbeitssieg gegen die Blue Devils Leipzig am Freitag folgte ein 4:1-Auswärtserfolg beim Aufsteiger Deggendorf Fire: 'Es war zwar kein gutes Spiel', resümierte ESVK-Trainer Maurizio Mansi, doch: 'Gute Mannschaften finden auch dann einen Weg zu gewinnen, wenn sie schlecht spielen.'

Was Mansi vor allem an dem Spiel seines Teams bemängelte, war das fehlende Tempo: 'Uns ist es über weite Strecken nicht gelungen, unseren gewohnten Rhythmus aufzunehmen. Dadurch haben wir uns das Leben unnötig schwer gemacht.' So konnten die Buron Joker von Glück reden, dass sie an diesem Abend einen Gegner vor sich hatten, der selbst nur mit halber Schlagkraft zu Werke ging. Bei Deggendorf fehlten mit John Sicinski und Manuel Bayer zwei Stammspieler der ersten Reihe, was Trainer Günter Eisenhut zu Umstellungen zwang. Noch ehe sich die Gastgeber akklimatisieren konnte, ging Kaufbeuren in Führung. Eine an sich ungefährliche Hereingabe von Christof Aßner fand irgendwie den Weg ins Tor von Deggendorfs Schlussmann Reinhard Haider: 'Die Scheibe wurde wohl noch von einem unserer Spieler abgefälscht', beschreibt DSC-Trainer Eisenhut die Szene. Auf dem offiziellen Spielberichtsbogen wurde Jonathan Robert als Torschütze genannt.

'Etwas glücklich'

Ein Powerplay-Tor kurz vor Ende des Anfangsdrittels durch Verteidiger Lubos Velebny schraubte die Kaufbeurer Führung auf 2:0 hoch, was den Gästen zu diesem Zeitpunkt durchaus schmeichelte: 'Wir haben mehr reagiert, als agiert', gestand Mansi hinterher. 'Unsere Führung war schon etwas glücklich.'

Glücklich auch deshalb, weil Deggendorf nicht schlechter spielte, sondern mit seinen Chancen wie gewohnt liederlich umging. Allein in den ersten 40 Spielminuten hatten die Deggendorfer sechs Mal die Gelegenheit, mit einem Mann mehr auf dem Eis zu Treffern zu kommen. Doch das eigene Unvermögen im Abschluss und ein gut aufgelegter Martin Fous im Gehäuse des ESVK verhinderten, dass die Hausherren Kapital aus seinen Überzahlmöglichkeiten schlagen konnte. Nur einmal, in der 24. Spielminute, gelang ein Treffer. Markus Ruderer schloss eine sehenswerte Kombination zum zwischenzeitlichen 1:2 ab.

Doch wer nun geglaubt hatte, dass die Hausherren ein Offensivfeuerwerk abbrennen würden, der sah sich getäuscht. Eher kamen die Gäste, die sich auf das Verwalten der knappen Führung eingestellt hatten, zu Chancen. Eine davon nutzte Daniel Schury in der 55. Spielminute zum entscheidenden 3:1. Rob McFeeters Treffer zum 4:1 gegen demoralisierte Deggendorfer machte den Kaufbeurer Erfolg perfekt. Mit dem zweiten Sechs-Punkte-Wochenende hielt der ESVK die ärgsten Verfolger aus Peiting und Füssen in Schach und kann nun etwas beruhigter in die Länderspielpause gehen. Weiter geht es am Dienstag, 13. November, mit dem Heimspiel gegen die Roten Teufel Bad Nauheim.

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