Hauptdarsteller gefunden

Von Rita Winter
| Altusried Das Geheimnis ist gelüftet: Bei den Altusrieder Freilichtspielen 2009 wird Roland Wintergerst als Andreas Hofer auf der Freilichtbühne für die Freiheit Tirols kämpfen und «zu Mantua in Banden» liegen. Helga Klemp wird Hofers Frau Anna spielen. Die Rolle des Verräters Raffl hat Regisseur Thomas Bayer mit Xaver Weiberg besetzt, die des Kapuzinerpaters Haspinger mit Elmar Luger.

Mit Spannung erwarteten gut 200 Altusrieder am Mittwochabend im Rössle-Saal, die Entscheidungen des neuen Regisseurs, der nach mehreren Vorsprechrunden seine Vorschläge mit Bürgermeister Heribert Kammel und Kulturamtsleiter Adrian Ramjoué abgestimmt hatte. Als Protagonisten kommen bühnenerfahrene und bewährte Akteure zum Zuge, die seit vielen Jahren nicht nur auf der Freilichtbühne aktiv sind, sondern auch bei anderen erfolgreichen Schauspiel- und Musical-Projekten mitgewirkt haben.

Napoleon wird noch gesucht

Große Überraschungen schien die lange Besetzungsliste nicht zu enthalten. Die Bekanntgabe der Namen wurde mit Kopfnicken und zustimmendem Raunen zur Kenntnis genommen. Beifall erntete Josef Müller, der offenbar sehr zur Freude der Altusrieder - wieder einmal den Pfarrer spielen wird. Etwas schwieriger gestaltet sich anscheinend die Besetzung des Napoleon: Für diese kleine, aber bedeutsame Rolle sucht Bayer noch einen Darsteller, klein von Statur, aber mit großer Überzeugungskraft.

Obwohl für die vielen Nebenrollen die Besetzung stehe, gebe es für Kurzentschlossene noch etliche Einsatzmöglichkeiten, erklärte der Regisseur. Er wünsche sich möglichst viele Mitwirkende und appellierte an den Gemeinschaftsgeist der großen Schauspielerschar in Altusried.

«Lagerdenken, wenn es so etwas überhaupt gibt» dürfe nun keine Rolle mehr spielen. Vielmehr sollte alle Energie für eine möglichst eindrucksvolle und erfolgreiche Aufführung des «Andreas Hofer» aufgewendet werden. «Ich bin - noch - kein Altusrieder. Aber ich will, dass das Stück wunderbar wird», sagte Bayer. Die Proben für die neue Inszenierung beginnen am 18. November, Premiere ist am 20. Juni.

Eindringliche, emotionsgeladene Bilder mit dramatischen Schlachtszenen und berührenden Momenten sollen den Zuschauern die Geschichte der Tiroler Aufstandsbewegung 1809 und ihres Anführers Andreas Hofer nahe bringen. Mit rund 500 Mitwirkenden will Bayer die Möglichkeiten der Altusrieder Naturbühne ausschöpfen, Musik und Chorgesang werden dabei eine große Rolle spielen.

Verschärfte Bestimmungen im neuen Waffenrecht schränken zwar spektakuläre Bühnenschlachten erheblich ein. Doch Bürgermeister Heribert Kammel konnte Entwarnung geben: «Es darf geschossen werden.» Allerdings werde von allen Beteiligten höchste Disziplin erwartet. Juristisch geklärt sei auch, «dass beim Festzug ins Spielgelände die Gewehre mitgetragen werden dürfen», so Kammel. Er freute sich über die «Aufbruchstimmung» in der Theatergemeinde und zeigte sich überzeugt, dass nach den Querelen im Vorfeld (wir berichteten) auf eine gelungene und spannende Aufführung des Altusrieder Lieblingsstückes hingearbeitet werde.

Andreas Hofer wird vom 20. Juni bis 30. August, jeweils Freitag- und Samstagabend um 20.30 Uhr gespielt sowie Sonntagnachmittag um 14 Uhr. Karten gibt es unter Telefon 01805/592200 oder per E-Mail unter kb@altusried.de Bis 31. Januar gibt es 20 Prozent Frühbucherrabatt für die ersten drei Wochenenden der Spielzeit (Karten der drei höchsten Preiskategorien).

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