Handball-Männer erleiden zu hohe 21:29-Niederlage - Auch Frauen deutlich unterlegen

Nach 48 Minuten geht es bergab Marktoberdorf (sto). Ohne die erhofften Punkte kehrten die Handball-Männer des TSV Marktoberdorf vom SC Kissing zurück. Sie verloren etwas zu hoch mit 21:29 (12:13), nachdem sie die Partie bis zur 48. Minute beim Stand von 17:17 noch völlig offen gehalten hatten. Bei den Frauen hielt die Abwehr nur 15 Minuten richtig. Sie unterlagen dem VfL Günzburg 17:25 (8:12).

Das Team von Trainer Hirschka hatte sich vorgenommen, den Spielfluss der schnellen Kissinger über die Außenpositionen zu bremsen. Deren brandgefährliche Außenspieler erzielten in den vergangenen Auseinandersetzungen über die Hälfte der Tore. Die jungen Weißhaupt und Eichinger lösten ihre Aufgaben gut. Dafür taten sich aber Lücken in der Kernabwehr auf, wo der Kreisspieler immer frei zum Abschluss kam. Die Kissinger führten schnell 4:1, aber die Marktoberdorfer kämpften sich auf 5:4 und 7:6 immer heran.

Eine Umstellung der Abwehr auf die 5:1-Deckung mit einem vorgezogenen Kutsche sorgte für eine weiter ausgeglichene erste Hälfte. Zum Ende hin zeigte der TSV mit langen Spielzügen und schön herausgespielten Toren über Weißhaupt, Eichinger oder Kutsche erfreuliche Ansätze. Zur Pause stand es nur 13:12 für Kissing, was für die zweite Hälfte viel Spannung versprach.

Die Kissinger erwischten den besseren Start. Sie erhöhten mit Gegenstößen und über Siebenmeter schnell auf 16:12. Trotzdem kämpften sich die Gäste, angeführt von den Routiniers 'Uffze' Schmid und Andreas Jekel, wieder zurück. Jekel, der als alter Haudegen seine letzte volle Saison bestreitet, erwies sich als treffsicherer Siebenmeter-Schütze. Zur 48. Minute erzielten die Marktoberdorfer dann den verdienten Ausgleich. Insbesondere Hannes Schaad sorgt mit seiner hervorragenden Abwehrleistung für den bis dahin guten Auftritt. Umso bitterer war sein Ausscheiden (48.), als er die dritte Zeitstrafe kassierte.

Der TSV musste deutlich häufiger in Unterzahl agieren als der Gegner, wie das Zeitstrafenverhältnis von 4:9 gegen Marktoberdorf beweist. Dadurch verloren die Allgäuer den Faden, spielten nicht mehr so geduldig weiter, sondern schlossen überhastet mit miserabler Chancenauswertung ihre Angriffe ab. Unter dem Strich waren die Marktberdorfer aber besser als es das um drei bis vier Tore zu hoch ausgefallene Ergebnis ausdrückt.

TSV Marktoberdorf: Hofmann, Stonawski-Hilburger, Eichinger (2), Weißhaupt (2), Jekel (8/5), W. Schmid (3), Kutsche (4), Meier, Huttner, Schaad.

Die Frauen blieben beim VfL Günzburg auf der Strecke. Sie versuchten, den Anweisungen des Trainers Georg Schmid zu folgen und hielten in den ersten 15 Minuten noch mit 5:5 mit. Allerdings lagen sie bis zur Pause schon mit 8:12 zurück.

Wegen ihrer Unkonzentriertheit und somit vielen Fehlpässen schafften es die Marktoberdorferinnen nicht mehr, sich an die Günzburgerinnen heran zu kämpfen. So zogen die Gegnerinnen in der zweiten Halbzeit auf gar 22:12 davon. Am Ende unterlag Marktoberdorf mit 17:25.

TSV Marktoberdorf: Jasmin Rudat, Verena Nuscheler, Yvonne Schneider (4/2), Gesine Ziegler, Caroline Trinkwalder (4), Sophie Kube (3), Isabel Puttner (1), Sarah Puttner, Melanie Hefele (4), Marion Tille (1).

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