Haushalt
Haldenwang ist schuldenfrei

Eine kleine Sensation gab es bei der Verabschiedung des Haushaltes 2011 in Haldenwang: Die Gemeinde ist überraschend komplett schuldenfrei. Diese Tatsache sowie ein gut aufgestellter 6,4-Millionen-Etat sorgten bei den Räten für gelöste Mienen. Bürgermeister Anton Klotz sprach gar von einem «historischen Ereignis». Weder habe man mit der raschen Erholung der Konjunktur gerechnet noch mit der schnellen Tilgung des Darlehens von 365 000 Euro.

Auf eine ursprünglich vorgesehene neue Kreditaufnahme hatte die Kommune zudem völlig verzichten können. Anteilige Schulden gibt es lediglich beim Schulverband: Diese werden bis zum Jahresende von 63000 auf voraussichtlich 90000 Euro steigen.

«Vor zwei Jahren waren die finanziellen Aussichten noch trübe - und jetzt stehen wir vor einem Super-Haushalt», kommentierte Peter Mair das Zahlenwerk. Der jüngsten Wirtschaftskrise zum Trotz sei der Etat das Resultat eines «harmonischen Zusammenspiels» zwischen Gemeindeverwaltung, Gewerbebetrieben, Bürgern und Politik, sagte Wolfgang Gabler. «Es ist das Ergebnis dessen, dass wir in den letzten Jahren ordentlich gewirtschaftet haben», unterstrich Klotz.

Obwohl der Etat im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent geschrumpft sei, bringe man alles unter, was man sich vorgenommen habe. Stark abgerutscht ist aufgrund der zurückliegenden Konjunktureinbrüche die Steuerkraft der Gemeinde: Haldenwang rangiert unter den 28 Oberallgäuer Kommunen derzeit auf Platz 25.

Weniger Kreisumlage

Ein Grund zu Traurigkeit war dies am Ratstisch nicht. Denn die gesunkene Umlagekraft hat zur Folge, dass erstmals nach vielen Jahren wieder Schlüsselzuweisungen des Freistaates in Höhe von 250000 Euro sprudeln. Beträchtlich reduziert sich außerdem die Kreisumlage: Knapp 1,14 Millionen Euro führt die Gemeinde heuer an den Landkreis ab - 582 000 Euro weniger als im vergangenen Jahr.

Wieder mehr Gewerbesteuer

Wie Kassenwart Christian Bader erläuterte, kennzeichnen den Verwaltungshaushalt in Höhe von 4,8 Millionen Euro bereits wieder kräftigere Steuereinnahmen. So erwartet man heuer 950 000 Euro aus der Gewerbesteuer - 500 000 Euro mehr als 2010. Außerdem rechnet die Gemeinde mit 1,5 Millionen Euro aus der Einkommensteuer - das ist ein Plus von 150 000 Euro.

Auf der Ausgabenseite ist ein Anstieg der Personalkosten um 113 000 Euro auf 1,6 Millionen Euro zu verkraften. So wurden zwei neue Kräfte in der Verwaltung und im Bauhof eingestellt. Zudem, so Bader, habe man für die Kinderkrippe erstmals ganzjährig Personalausgaben für zwei Gruppen veranschlagt.

Wie Kämmerer Georg Hartmann erläuterte, beläuft sich der Vermögenshaushalt auf 1,6 Millionen Euro. 680000 Euro können vom Verwaltungshaushalt an den Vermögensetat zugeführt werden - Geld, das für Investitionen zur Verfügung steht.

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