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Haftstrafe nach Schlägerei für einen 27-jähriger Mann aus einer Kaufbeurer Umlandgemeinde

Ein heute 27-jähriger Mann aus einer Kaufbeurer Umlandgemeinde hatte mit seiner Vergangenheit, die von Alkohol und Straftaten geprägt war, eigentlich abschließen wollen und deshalb seine gerichtlich angeordnete Unterbringung im Bezirkskrankenhaus freiwillig verlängert.

Nach seiner Entlassung wurde ihm der Strafrest aus dem seinerzeitigen Urteil zur Bewährung ausgesetzt. Tatsächlich gelang es dem Ostallgäuer anfangs im Alltagsleben wieder Fuß zu fassen - bis er seine Bemühungen durch die Beteiligung an einer Schlägerei und die Missachtung von Auflagen zunichte machte. Im Strafverfahren vor dem Amtsgericht wurde er jetzt wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen Weisungen während einer Führungsaufsicht zu einer achtmonatigen Haftstrafe verurteilt.

Die Auflagen, unter denen der junge Mann entlassen worden war, hatten insbesondere regelmäßige Kontakte zu seinem Bewährungshelfer und seinem Therapeuten sowie einer generelles Rauschmittel-Verbot vorgesehen. Trotz der klaren Vorgaben ließ der Angeklagte im Frühsommer 2010 zwei Monate lang den Kontakt zu seinem Bewährungshelfer Monate abreißen. Auch versäumte er Therapie-Termine.

Zudem trank er zweimal Alkohol und rauchte einen Joint. Auch bei der Schlägerei im Oktober 2009 war der junge Mann mit rund 1,6 Promille deutlich alkoholisiert gewesen. Wie er vor Gericht erklärte, konnte er damals den Tod seiner Großmutter und die Trennung von seiner Freundin nicht verwinden. Dass er dann im Anschluss an eine Zechtour in einen Tumult vor einer Kaufbeurer Kneipe verwickelt war, gab er offen zu.

Für ihn war allerdings sein Kontrahent, gegen den ebenfalls ein Verfahren läuft, der wahre Aggressor: Der Mann habe ihn unvermittelt angegangen, auf die Borsteinkante geworfen und mit den Füßen gegen den Kopf getreten. Der Angeklagte schilderte, dass er danach wegen eines Blutergusses unter der Schädeldecke wiederholt bewusstlos geworden sei und auch nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus noch einige Zeit unter Ohnmachtsanfällen gelitten habe.

Der genaue Ablauf der Schlägerei ließ sich weder vor Ort, noch vor Gericht klären. Der Angeklagte sah sich auch nach der Beweisaufnahme noch als das eigentliche Opfer, signalisierte dann aber doch seine Zustimmung zum Urteil.

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