Buchloe
Händel, Haydn und Mendelssohn

Kirchenmusiker Thorsten Schmehr hat seit Jahren mit der von ihm initiierten Reihe «Buchloer Serenade» ein breit angelegtes Forum für musikalische Aktivitäten in und um Buchloe geschaffen. Soiréen hingegen gab es seit dem Jahr 2000 heuer erst zum vierten Mal: Ein Konzertplatz für besondere Anlässe sozusagen, in denen sich der Chor der Stadtpfarrkirche Buchloe sowie Christiane Eberhard (Violine), Helmut Jambor (Tenor) und Monika Götzfried (Trompete) als Solisten eine gute Stunde lang unter Schmehrs Leitung den 2009er Komponisten-Jubilaren Händel, Haydn und Mendelssohn widmeten. Rund um den 3. Oktober lag es außerdem nahe, mit dem Deutschlandlied, dessen Melodie auf Haydn zurückgeht, außerdem den 60. Geburtstag der Bundesrepublik musikalisch zu begehen.

Auch sonst hatte der Abend einiges Bekanntes zu bieten: Unter anderem Händels «Halleluja» aus dem «Messias», mit Strahlkraft und guter Durchhörbarkeit vom Chor intoniert, ohne diesen Selbstläufer mit unnötigem Nachdruck künstlich aufzubauschen. Kaum weniger bekannt auch Händels «Alla Hornpipe» aus der «Wassermusik», in einem eher ruhigen Tempo und vor allem anfangs gestochen scharf von Monika Götzfried gespielt. Ähnlich verhalten und doch lebhaft, mit leuchtenden Sopran-Spitzen ohne Schärfe erklang auch «Die Himmel erzählen die Ehre Gottes» aus Haydns Schöpfung.

Felix Mendelssohn-Bartholdy war vertreten mit «Bei dir gilt nichts denn Gand und Gunst» für Solo, Chor und Orgel aus der Choralkantate «Aus tiefer Not» op. 23 und «Denn er hat sein Engeln» aus dem «Elias» op. 70: In beiden Stücken überzeugten Solist Helmut Jambor und der Chor der Stadtpfarrkirche gleichermaßen mit sensiblen, gut disponierten Stimmen, die mal lyrisch geschwungen, mal schwebend getupft die kompositorische Architektur ausleuchteten. Instrumental wurde das Konzert unter anderem bereichert durch ein verspieltes Orgel-Praeambulum von Haydn wie die Sonate in A-Dur, op. 1 Nr. 14 von Händel, die von Christiane Eberhard und Thorsten Schmehr mit feinsinniger Sorgfalt im Detail umgesetzt wurden.

Wie in der Serenaden-Reihe auch, durften in dieser Soiree passende Textbeiträge nicht fehlen: Karl Kutter, Gudrun Nerlinger-Jambor und Fritz Baumann richteten den Blick zurück auf die drei Komponisten-Jubilare des Abends, deren Vita angemessen ausgeleuchtet wurde. Lucia Buch

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