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Gymnasium Sonthofen - Sanierung hält Räume bei heißen Temperaturen deutlich kühler

Hitzefrei wird abgeschafft am Sonthofer Gymnasium. Natürlich nicht grundsätzlich, doch die Chancen für sommerliche Freistunden gehen künftig wohl gegen null. Nicht, weil die Schulleiter Hubert Thiele seinen Schülern missgönnt. Vielmehr verhindert die Sanierung heiße Luft in den Klassenzimmern.

Noch Monate, etwa bis Pfingsten, läuft der 16 Millionen Euro schwere Umbau des Gymnasiums. Thiele, der anfangs in der praktischen Auswirkung des Passivhaus-Umbaus seine Zweifel hatte, ist schon jetzt begeistert: << Die Räume sind im Sommer weit kühler; da gibt es keinen Grund mehr für ein Hitzefrei. >> Dafür sorgt zum einen die moderne Bauweise mit vernünftiger Dämmung und dreifach verglasten Fenstern. Zudem gibt es eine Klimaanlage. Was manchen Schüler vielleicht traurig stimmen mag, ist laut Thiele wegen des massiv erweiterten Unterrichts im achtstufigen Gymnasium wichtig. Bei der Fülle an Stoff könne man sich zusätzliche Unterrichtsausfälle kaum leisten.

Die Bauarbeiten liegen laut Architekt Claus-Peter Kroiss im Zeitplan; auch die Kosten seien nach heutigem Stand einzuhalten. Bislang wurden in der Schule um die elf Millionen Euro verbaut. Die Wochen in den Ferien wurden für große (und laute) Abbrucharbeiten genutzt, unter anderem den Abbau des alten Daches am Hauptgebäude und eine provisorische Abdichtung. Was jetzt ansteht, solle vom Lärm her erträglich sein oder erfolge möglichst spät am Nachmittag, sagt Kroiss. Laufen derzeit noch Fassadenarbeiten an der Nordseite, so geht es kommende Woche an die südlichen Außenwände. Dann folgt das Dach.

Offen ist, was mit altem Fahrradkeller und Pausenhof geschieht. Ob auch dort Sanierungsarbeiten folgen, muss der Stadtrat entscheiden. Eine Schülerarbeitsgruppe jedenfalls hat sich bereits viele Gedanken gemacht, wie sich der Pausenbereich mit Spielmöglichkeiten und Ruhezonen gestalten ließe.

Kritik übt Kroiss an der vorgeschriebenen EU-weiten Ausschreibung. Das erschwere vieles, weil entfernte Firmen für Nachbesserungen nicht mal kurz vorbeischauen können. Manches Unternehmen wolle nur schnell Geld verdienen, meide dann aber weite Anfahrten, wenn es kleine Mängel gibt. Als beispielsweise die neuen Böden in den Musiksälen nochmals komplett ausgetauscht werden mussten, machte das die Firma erst auf den letzten Drücker. Die Arbeit, die Säle auszuräumen und das Material woanders unterzubringen, hatte dagegen die Schule.

Zwei Wochen ohne Turnhalle

Wenn in wenigen Tagen das neue Schuljahr beginnt, müssen Sonthofens Gymnasiasten übrigens zwei Wochen ohne Turnhalle auskommen, weil der Zugang zu ihr noch nicht freigegeben ist. Ein Manko, dessen Ende jedoch absehbar ist.

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