Blaichach
Guter Sommer für Alpwirtschaft

Schon 600 Laibe Bergkäse lagern im Keller der Alpe Derb bei Blaichach (Oberallgäu). Älpler Herbert Möslang ist zufrieden mit diesem Alpsommer. Und auch die Bilanz des Bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner fällt durchweg positiv aus. «Trotz vieler Niederschläge ist der Viehbestand nach rund 100 Tagen Sommerfrische heuer in bester Verfassung», sagte Brunner am Montag auf der Alpe Derb.

Durch die meist sehr sommerlichen Temperaturen und genügend Regen gab es ausreichend Futter für die Tiere. «Für die Sennalpen war es ein ausgesprochener Milchsommer», sagte Brunner. Rund 34000 Rinder haben den Sommer auf den 388 Allgäuer Alpen verbracht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um etwa zehn Prozent. Das ist laut Brunner vor allem auf die Einführung der Weideprämie zurückzuführen. Doch auch in diesem Jahr sind Tiere in den Bergen ums Leben gekommen. Doch die Zahl fiel deutlich geringer aus als im vergangenen Sommer. «150 Rinder verunglückten heuer im Allgäu bisher tödlich, davon 28 durch Blitzschlag», sagte Brunner.

Immer wichtiger werde für die Älpler die Direktvermarktung. «Die Bewirtung auf den Alpen ist zukunftsträchtig», ist der Minister überzeugt. Auch der Käse der Alpe Derb wird nur über die vorbeikommenden Wanderer verkauft. Und die Nachfrage ist groß: «Der Käse vom Vorjahr reicht gerade bis der neue fertig ist», berichtete Älpler Herbert Möslang.

Auf den 51 Allgäuer Sennalpen wurden rund 100 Tonnen Käse produziert. «Alpbewirtschaftung passt in unsere Zeit, denn die Verbraucher achten sehr wohl auf regionale Produkte, Qualität und Spezialitäten», so Brunner. Er betonte in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung der Alpwirtschaft für die Allgäuer Kulturlandschaft und den Tourismus: «Die Bauern schaffen die wesentliche Grundlage. Dank ihnen ist das Allgäu Urlaubsregion Nummer eins in Deutschland.»

Sorgen bereitet dem Minister aber auch das Thema Milchpreis: «Es ist zu befürchten, dass dadurch Landwirte Abstand nehmen von der Milchviehhaltung und das hat dann auch Auswirkungen auf die Tierzahlen in den Bergen.»

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