Gute Stimmung bei heimischen Unternehmen

Oberallgäu | pm | Die gute Konjunktur hält im Oberallgäu weiter an: Nach einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) im Oberallgäu und in Kempten zeichnen Unternehmen ein positives Stimmungsbild. 'Allgemein ist der Zufriedenheitsgrad sehr hoch. Jedoch sind die Umfragewerte nicht durchgehend hervorragend, sondern zeigen auch Schwachstellen auf', sagt Markus Brehm, Vorsitzender des Industrie- und Handelsgremiums Kempten/Oberallgäu.

Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen bezeichnet die Geschäftslage als gut, lediglich 14 Prozent als schlecht. Die Ertragslage werten rund 35 Prozent als gut und nur knapp die Hälfte als schlecht. Doch eine negative Tendenz ist erkennbar: Etwa 30 Prozent sehen die Ertragslage im Vergleich zur vorherigen Umfrage verschlechtert. 'Das ist ein Signal, dass wir uns nicht auf völlig sicherem Boden befinden, sondern auf nach wie vor schwankendem Untergrund', sagt Brehm. Auch bei guter Konjunktur müssten Betriebe mit Konkurrenz und steigenden Kosten zurechtkommen.

'Investitionen notwendig'

Eine gewisse Skepsis zeigt sich auch bei den erwarteten Investitionen. So will nur knapp jede fünfte Firma ihre Investitionstätigkeit steigern. Laut Brehm wären Investitionen aufgrund des international steigenden Konkurrenzdrucks auch im qualitativ hochwertigen Produktionsbereich notwendig. 'Wir müssen mit Innovation, Qualität und Schnelligkeit punkten, um unseren Standort aufrechtzuerhalten.'

Positiv sieht der Arbeitsmarkt aus: Knapp ein Viertel der Betriebe will die Beschäftigtenzahl erhöhen; nur fünf Prozent erwarten eine Abnahme. Die meisten Firmen behalten ihre Beschäftigtenzahl bei. Es sei absehbar, dass sich vor allem im höher qualifizierten Bereich und bei Fachkräften ein Mangel abzeichnet, so der IHG-Vorsitzende. Die Zahlen der Ausbildungsverträge zeigten jedoch, dass Betriebe darauf mit verstärkter Ausbildung reagierten.

Noch freie Kapazitäten

Industriebetriebe in der Region haben zwar vorwiegend gestiegene Auftragsvolumen, aber noch Kapazitäten frei. Steigende Aufträge werden jetzt vor allem im Auslandsgeschäft erwartet. Für Brehm bleibt abzuwarten, inwieweit die Erwartungen Wirklichkeit werden: Entwickle sich die Inlandsnachfrage nicht weiter positiv, würden das die Unternehmen spüren - 'der Export kann nicht alles auffangen'.

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