Immenstadt-Bühl
Gut Hochreute: Geteilte Meinungen über Ausbaupläne

Rund sechs Millionen Euro will die Buddhismusstiftung Diamantweg, wie berichtet, in den nächsten zwei Jahren in ihr Europazentrum «Gut Hochreute» am Großen Alpsee stecken. Geplant sind ein Erweiterungsbau und der Ausbau der ehemaligen Scheune. Bei einem Informationsabend in Bühl sprachen sich viele Bürger für das Projekt und für den Entwurf des österreichischen Architekten Roland Gnaiger aus.

«Eine ideale Sache» meinte Architekt Hermann Seltmann. Es sei ein Glücksfall für die Stadt, dass die Buddhismus-Stiftung das Gut Hochreute gekauft habe, erklärte Bürgermeister Armin Schaupp. Denn den Steuerzahler käme der Erhalt des historischen, denkmalgeschützten Jugendstil-Ensembles teuer zu stehen. Der neue Erweiterungsbau passe sich sehr gut in die Landschaft und in das bestehende Ensemble ein, bestätigte auch Stadtbauamtsleiterin Julia Jedelhauser. «Das ist eine sehr gute Lösung.»

Bund Naturschutz übt Kritik

Dr. Rolf Grebenstein vom Bund Naturschutz Immenstadt kritisiert dagegen den steigenden Umfang der Nutzung. Seiner Ansicht nach wird es künftig zu viele Besucher und zu viel Autoverkehr in diesem Bereich geben. Ein Erweiterungsbau für das Buddhismuszentrum ist, wie ebenfalls berichtet, im geltenden Bebauungsplan bereits festgeschrieben.

Allerdings sollte der Anbau zunächst östlich der Jugendstil-Villa entstehen. Diese Pläne sind geändert worden. Der Anbau soll jetzt in nordöstliche Richtung verschoben werden. Damit wird ein neues Bebauungsplanverfahren notwendig.

Zweigeschossiger Anbau geplant

Der neue Anbau wird zweigeschossig, er hat eine Nutzfläche von insgesamt 2400 Quadratmetern und ein begrüntes Flachdach. Hier sollen Gästezimmer und Wohnungen für die Mitarbeiter entstehen. Nach dem alten Bebauungsplan wäre ein Anbau mit weniger Grundfläche, dafür aber mit drei Geschossen möglich gewesen. Umgebaut wird auch die Scheune. Im Erdgeschoss entsteht ein Speisesaal, im Obergeschoss ein Meditationsraum. Die Baumaßnahme soll bis 2013 abgeschlossen sein, sagte Architekt und Mitarbeiter des Buddhistischen Zentrums Philip Leube.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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