Winterdienst
Gut gerüstet fürs Glatteis

Klirrende Kälte und eisiger Frost werden in den nächsten Wochen wieder einsetzen. Die erste Tat beim Verlassen des Hauses sollte deshalb der Griff zum Streusalz sein, um nicht gleich auszurutschen. Deshalb gilt es jetzt schon, einen ausreichenden Vorrat anzulegen. Doch wo? Eine Alternative zum Gang in den örtlichen Baumarkt bieten die gemeindlichen Bauhöfe.

So verschenkt zum Beispiel der Bauhof in Weiler jährlich insgesamt einen Kubikmeter Streusalz an seine Einwohner. Den Grund hierfür nennt Roland Schlechta vom Bauamt Weiler-Simmerberg: «Uns ist es lieber, wenn die Bürger streuen, bevor jemand fällt.» Abzuholen ist das kostenlose Salz in Zehn-Liter-Eimern zu den jeweiligen Öffnungszeiten des Bauhofs.In Stiefenhofen können Bürger Streusalz kaufen. 25 kg kosten sechs bis acht Euro. Ansprechpartner ist Georg Aichele vom Bauhof. Rollsplitt ist hier sogar kostenlos erhältlich und kann mit Eimern abgeholt werden.

Streukisten aufgestellt

Weitere Kommunen wie beispielsweise Lindenberg, Opfenbach und Scheidegg stellen Streukisten mit Rollsplitt zur Verfügung. So wurden in Scheidegg vor kurzem rund 15 solcher Behälter aufgestellt. Sie stehen überwiegend an problematischen Stellen wie Steigungen und Zufahrten zu entlegenen Höfen. Die Kapazität variiert. Kleine und große Behälter, die ein Fassungsvermögen von 120 bis 400 Liter besitzen, werden regelmäßig geprüft und neu aufgefüllt, um Sicherheit bei Glätte zu gewährleisten. In Lindenberg gibt es zudem einen großen Rollsplittbehälter direkt am Bauhof, der rund 1500 Liter Streugut beinhaltet. Alle Kisten sind rund um die Uhr geöffnet, und man kann sich jederzeit an ihnen bedienen.

Allerdings haben nicht alle Gemeinden die Möglichkeit, ihre Bürger auf diese Weise zu versorgen. Claus Schwerdle vom Bauamt Opfenbach bedauert, kein Streusalz oder Rollsplitt verschenken oder verkaufen zu können. Die Genmeindeverbindungsstraßen in Opfenbach machen eine Strecke von insgesamt 28 Kilometern aus. Dafür steht ein Streusalzsilo mit 25 Tonnen Fassungsvermögen zur Verfügung. Da dies ohnehin schon zweimal pro Winter aufgefüllt werden muss, um die öffentlichen Straßen zu streuen, kann kein Salz abgegeben werden. Streukisten mit Rollsplitt aber sind auch hier überall zu finden.

Gehwege in Scheidegg geräumt

Die Streupflicht wird in den einzelnen Orten unterschiedlich gehandhabt. In den meisten Kommunen muss das Streuen der Gehwege von den Anwohnern selbst übernommen werden. In Scheidegg jedoch wird das vom Bauhof übernommen. «Gerade in Wohngebieten nutzen wir Vorgärten, um den geräumten Schnee abzuladen. Im Gegenzug streuen wir für die Bürger die Gehwege in ganz Scheidegg», erklärt Herbert Gebath vom Bauamt der Marktgemeinde.

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