Memmingen
Gummibärchen und Zuckermäuse

Noch dreimal schlafen, dann ist es wieder so weit: Mit bunten Blumenkränzen, fröhlichen Liedern und leuchtenden Augen werden am Donnerstag rund 2000 Buben und Mädchen aus den Memminger Grund- und Förderschulen das Kinderfest feiern.

Bereits im November hatte Gerlinde Arnold mit den Vorbereitungen begonnen. «Es mussten Schulen für die Tänze ausgesucht, Briefe geschrieben und Telefonate geführt werden», so die Kinderfest-Beauftragte. Im Januar habe dann ein Ausschuss unter der Leitung von Musikschul-Chef Otfried Richter die Kinderfest-Lieder festgelegt. «Es muss immer ein christliches Lied, ein Wanderlied, ein schwäbisches Lied, ein modernes Lied und eines der drei traditionellen Kinderfest-Lieder sein», erläutert die stellvertretende Rektorin der Edith-Stein-Schule. Der Dirigent der Memminger Stadtkapelle, Johnny Ekkelboom, schreibe die Lieder schließlich für seine Kapelle um. Seit Ostern ist Arnold mit ihrer Klasse am Üben. «Die Schüler müssen alle fünf Texte auswendig singen können.» Zur Generalprobe komme Musikschulleiter Richter in die Schulen.

«Wir üben seit Februar»

Daneben spielen beim Kinderfest auch Tänze eine wichtige Rolle. «Wir üben schon seit Februar», erzählt Lehrerin Gudrun Kilgenstein von der Theodor-Heuss-Schule. In den letzten Wochen wurde der «Dschungelrhythmus» fast täglich geprobt. «Der Tanz ist sehr schön», schwärmt die Drittklässlerin Katja. Die ganze Tanzgruppe habe bei der Choreografie mitgeholfen. Deshalb freue sie sich schon sehr auf ihren Auftritt und das Kinderfest, sagt die Neunjährige.

Kostüme aus Karton gebastelt

Auch 26 Schüler der Memminger Elsbethenschule proben eifrig. «Beim ,Tanz der Elemente wirbeln die Kinder zu klassischer Musik über die Bühne», erzählt Lehrerin Sandra Bechter. Einige Stunden habe sie mit dem Aussuchen der passenden Musik und der Choreografie verbracht.

Dazu kämen die Vorbereitungen für den Festumzug. «Aus Karton haben wir Kostüme gebastelt, die den russischen Kreml darstellen.»

Schüler der Volksschule Amendingen werden sich in Gummibärchen, Zuckermäuse und Bonbons verwandeln. Obwohl die Kostüme fast fertig sind, sei bei allen Nervosität spürbar, berichtet Lehrerin Birgit Scheiter. Sie hoffe sehr, dass am Donnerstag die Sonne scheint. Denn bei Regen findet die Veranstaltung in der Stadthalle statt - ohne Eltern und Zuschauer. Das Nachmittagsprogramm würde abgesagt. «Das wäre sehr schade», so Arnold.

Früher auch Hauptschüler dabei

Wenn sie das heutige Kinderfest mit früher vergleicht, fallen ihr einige Veränderungen auf. «Als die Stadtteile noch nicht eingemeindet waren, durften noch Hauptschüler mitfeiern. Doch nach dem Zusammenschluss wurden die Schülerzahlen zu groß. Auch wurden die Tänze mittags im Stadion aufgeführt, eine Spielwiese gab es nicht und der Gottesdienst wurde im Freien auf dem Hallhof abgehalten.»

Das Kinderfest 2009 hat noch gar nicht stattgefunden, da wird bereits an der nächstjährigen Veranstaltung gearbeitet. «Für neue Webertanz-Kostüme suchen wir nach passenden Stoffen», erzählt Arnold.

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