Lamerdingen
Grundkonzept für Solarpark steht

Mit jeweils zwei Gegenstimmen stimmte der Gemeinderat Lamerdingen bei seiner jüngsten Sitzung sowohl einer Änderung des Flächennutzungsplans als auch dem Bebauungsplan für den östlich von Dillishausen geplanten Solarpark zu. Wie berichtet, will die Gemeinde auf dem sieben Hektar großen Gebiet eine Freiflächenfotovoltaikanlage mit Bürgerbeteiligung installieren.

Wie Planerin Katrin Mohrenweis erklärte, soll die Anlage von einer 6,5 Meter breiten dreireihigen Hecke umgeben werden. Zudem ist es nötig, auf der Ostseite eine 30 mal 150 Meter große Fläche als Nahrungshabitat für den von der Baumaßnahme betroffenen Wiesenbrüter auszusparen. Im Norden der Fläche soll zudem eine kleine Lagerhalle errichtet werden. Insgesamt verbleiben damit rund sechs Hektar, auf denen die bis zu 2,8 Meter hohen Module aufgestellt werden.

Knapp die Hälfte der vorgeschriebenen Ausgleichsfläche kann direkt am Ort bereitgestellt werden, rund 6000 Quadratmeter will der Eigentümer auf einem weiteren privaten Grundstück im Gemeindegebiet bereithalten.

Dass der vom Gesetzgeber vorgeschriebene Ausgleichsbedarf jedoch derart groß ausfällt, konnte Gemeinderat Hanspeter Eberhardt nicht nachvollziehen: «Die Fläche soll ja schließlich in Grünland und nicht in ein Baugebiet umgewandelt werden.»

Ungewissheit besteht weiterhin um das Betreibermodell der Anlage. Der Gemeinderat hatte lediglich festgeschrieben, dass es sich um ein Konzept mit Bürgerbeteiligung handeln soll. Da Zweiter Bürgermeister Georg Weiß das Projekt gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer vorantreibt, beteiligte er sich nicht an der Abstimmung im Gemeinderat.

Anlegern das Modell vorstellen

Auf Nachfrage der BZ erklärte er, dass parallel zum Genehmigungsverfahren die Gesellschaftsform entwickelt wird. Erst wenn die Bundesregierung Klarheit über die zukünftige Einspeisevergütung geschaffen hat und von den Behörden das Baurecht erteilt wird, könne interessierten Anlegern aus der Bevölkerung eine Wirtschaftlichkeitsberechnung und das Betreibermodell vorgestellt werden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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