Abfall
Grünes Licht für blaue Tonne im Unterallgäu

Der Landkreis Unterallgäu sieht sich durch die Bundesregierung gezwungen, von August 2012 an eine eigene Wertstofftonne für Altpapier und Kartonagen einzuführen. Würde der Landkreis kein eigenes Holsystem anbieten, wäre der Weg frei für private Anbieter. Das wiederum will der Landkreis verhindern. Der Umweltausschuss hat nun grünes Licht für die graue Tonne mit blauem Deckel gegeben. Sie wird ein Volumen von 240 Litern haben. Außerdem soll es Container geben, die 1,1 Kubikmeter umfassen.

Lange diskutiert wurde, wie es gelingen kann, den Vereinen weiterhin die Chance zu geben, möglichst viel des anfallenden Papiers zu sammeln, um so ihre Jugendarbeit finanzieren zu können.

So will der Leiter der Abteilung Kommunale Abfallwirtschaft, Anton Bauer, alle Haushalte im Landkreis anschreiben, um deutlich zu machen, dass für die Vereine keine Konkurrenz entstehen solle. Niemand werde gezwungen, diese Tonne zu nehmen, die kostenfrei angeboten wird.

Jeder kann weiterhin die Vereine unterstützen oder das Papier auf einem der 24 Wertstoffhöfe im Landkreis abliefern. Die Vereine wiederum sollten über die Gemeindeblätter um Unterstützung bitten, regte etwa Roland Ahne (SPD) an. Ähnlich äußerte sich Landrat Hans-Joachim Weirather.

Die Kreisräte hoffen, dass es am Ende nur Gewinner gibt. Im Idealfall soll es gelingen, dass die Vereine weiterhin rund 3900 Tonnen Altpapier im Jahr sammeln. Dafür bekommen sie laut Anton Bauer bereits seit Januar 2011 dank neuer Abnahmeverträge sogar 20 bis 25 Euro mehr je Tonne.

Ziel ist nun, dass künftig 2500 Tonnen Altpapier mehr erfasst werden als bisher. Das würde 85 Kilogramm je Einwohner bedeuten, was aber immer noch kein Spitzenwert sei.

Derzeit gibt es noch die privat aufgestellte blaue Tonne. 1000 Stück davon sind im Landkreis im Umlauf, so der Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft. Er schätzt, dass auf diese Weise 200 bis 500 Tonnen Altpapier gesammelt werden.

Private Betreiber können sich an Ausschreibung beteiligen

Der private Betreiber wäre künftig aus dem Rennen. Er kann sich allerdings an der Ausschreibung des Landkreises beteiligen mit der Aussicht, als Dienstleister den Auftrag zu übernehmen. Anton Bauer rechnet mit 13 000 Altpapiertonnen, die nachgefragt werden dürften.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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