Lindenberg / Westallgäu
Grüner Sack nicht überall verteilt

Langsam zeigt der neue «grüne Sack» was in ihm steckt, nämlich das Potenzial zu einer deutlich schnelleren Abgabe von Kunststoffen, Folien und Verbundverpackungen auf dem Wertstoffhof. In den ersten Tagen gab es Probleme und frustrierte Bürger.

Das lag, so der Leiter des Lindenberger Wertstoffhofes, Michael Huff, daran, dass die Säcke teilweise nicht zugestellt worden sind. Sie sollten eigentlich an jeden Haushalt geliefert werden - doch nach Schätzung von Huff klappte das nur «bei etwa 50 Prozent».

Primär jugendliche Austräger eines Anzeigenblattes sollten die Wertstoffsäcke im Dezember verteilen. «Ich wohne in Weiler, da hat das teilweise bis in den hintersten Winkel gut geklappt», berichtet Huff. Doch dass es nicht überall so war, ist eindeutig.

Der Informations-Flyer des Zweckverbandes für Abfallwirtschaft in Kempten (ZAK) kam bei den Bürgern an: «Die meisten Bürger wissen Bescheid», so Huff.

Doch mangels grüner Säcke brachten viele Westallgäuer ihre mit dem «grünen Punkt» versehenen Verpackungsabfälle oft noch getrennt und in eigenen Behältnissen zum Wertstoffhof. Dort hieß es dann «Umfüllen in den grünen Sack», was zu mehr Stau und teilweise zur Verärgerung der Bürger führte.

«Wir sind auch sauer»

«Wir sind auch sauer, dass es mit der Verteilung der Säcke nicht geklappt hat», berichtet der Wertstoffleiter. Dennoch können er und seine 25 Mitarbeiter die Wertstoffe seit dem 2. Januar nur noch in den grünen Säcken entgegennehmen. Die frühere Aufteilung, Kontrolle und Sortierung vor Ort entfällt.

Säcke gehen nach Lustenau

Die grünen Säcke werden nach Lustenau (Vorarlberg) geliefert, wo eine der modernsten Sortieranlagen diese Aufgaben übernimmt. Weniger Arbeit somit für die Mitarbeiter in den Wertstoffhöfen und weniger Arbeit auch für den Bürger, der seine Wertstoffe zu Hause in einem grünen Sack sammeln kann. Wenn er denn einen hat. «Wir haben Ende Dezember bereits hier im Wertstoffhof in Weihers Säcke ausgegeben, obwohl das so nicht vorgesehen war» (Huff). Schon da war klar, dass die Verteilung über die Austräger nicht lückenlos klappte.

Nach einer Woche zeigen sich die Vorteile des neuen Systems: Ein flüchtiger Blick der eigens geschulten Mitarbeiter auf den grünen Sack genügt, schon kann er in das große Zwischenlager wandern. Entdecken die Mitarbeiter aber «Unerlaubtes» im Sack, heißt es umpacken.

Grundsätzlich sind die grünen Säcke stabil. «Zusammengefaltete Tetra-Packs haben aber recht spitze Ecken, sodass ein Sack beim Anliefern oder beim Weitertransport reißen kann», berichtet Huff. Daher empfiehlt er, die Tetra-Packs zu belassen, wie sie sind. Darüber hinaus sind die Erfahrungen mit dem neuen Konzept uneingeschränkt positiv.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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