Grünen-Kritik an Ägypten-Reise

Sonthofen | uw | Mit deutlichen Worten beziehen Sonthofens Grünen-Stadträte Stellung gegen verfrühte Überlegungen, aus der GOB-Kaserne ein Hotel zu machen. Und sie kritisieren, dass Bürgermeister Buhl und Vertreter der anderen Fraktionen heute nach Ägypten fliegen, um dort einen potenziellen Investor zu sprechen.

Ohne vorherige Information und Diskussion

Das Treffen sei ohne vorherige Information und Diskussion mit der Bevölkerung verfrüht und könne die Entscheidung über eine Verlagerung der Grünten- und Jägerkaserne auf die 'Burg' gefährden. Zudem lehnen Ingrid Fischer, Ute Engeser und Michael Borth ab, dass die Ägyptenreise teils aus städtischen Mitteln bezahlt wird.

Weiter verweisen sie auf ein Schreiben der Firma 'Unlimited Projects': Demnach

l sei auf dem Kalvarienberg ein Hubschrauber-Landeplatz geplant. l soll ein Golfplatz per Seilbahn mit der Kaserne verbunden werden.

l würden für Golfanlage und Freizeiteinrichtungen des Hotels rund 430 Hektar Fläche benötigt.

Borth: 'Viele Eigentümer werden sich dagegen vehement sperren.'

Vorgehen der Grünen 'unsachlich, nicht konstruktiv'

'Unsachlich' und 'nicht konstruktiv' nennt Bürgermeister Hubert Buhl (Freie Wähler) das Vorgehen der Grünen: Es gebe gar keine definitiven Zahlen, Daten und Fakten. Man reise vielmehr nach Ägypten, um näher zu erfragen, wie sich der Investor das Projekt vorstellen könne. Von den Grünen genannte Punkte seien nur Visionen, die man den Stadträten als Vorab-Info zur internen Diskussion zur Verfügung gestellt habe. Weiter betonte Buhl, er habe sich mit dem Stadtrat darauf verständigt, den Flug aus dem städtischen Etat zu finanzieren, weil man nicht beeinflussbar sein wolle.

'Informationen sollten wahr und vollständig sein', kritisiert SPD-Fraktionschef Walter Hasemann die grüne Politik: Es handle sich nur um Ideen, für den Fall, dass ein Investor die Burg erwirbt und Grundstücksbesitzer bereit sind, Grund zu verkaufen oder zu verpachten. Die Idee einer Seilbahn ist laut Hasemann nicht neu: Die Grünen selbst hätten einmal vorgeschlagen, auf dem Gelände einen Parkplatz zu errichten und einkaufende Bürger per Seilbahn in die Stadtmitte zu schicken.

Bürgermeister und Stadtrat hätten einer Nutzung durch die Bundeswehr immer erste Priorität eingeräumt, so Hasemann. Doch wegen der zögerlichen Haltung des Bundes habe der Rat beschlossen, zweigleisig vorzugehen, um einen potenziellen Erwerber zu finden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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