Versorgung
Grüne und Stromanbieter VWEW anlässlich aktueller Debatte im Austausch

Anlässlich der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende trafen sich Vertreter des Kaufbeurer Energieerzeugers Vereinigte Wertach Elektrizitätswerke (VWEW) sowie der Grünen aus Kaufbeuren und dem Ost- und Unterallgäu. Während des vierstündigen Treffens in den Räumlichkeiten der VWEW stellte Geschäftsführer Frank Backowies zusammen mit Marcus König (strategische Unternehmensentwicklung) und Birgit Lippling (Marketingbeauftragte) die VWEW vor. Interessiert folgten die Vertreter der Grünen - Stadtrat Josef Doll aus Mindelheim, Rudolf Mendle vom Ortsverband Türkheim, Benno Bönisch (Grünen-Kreisrat im Ostallgäu), Rolf Köhler (Vorstandsmitglied der Kaufbeurer Grünen) und der Kaufbeurer Grünen-Stadtrat Martin Ebert den komplexen Ausführungen.

Während für die Vertreter der Grünen ein konkreter Zeitplan zur 100-prozentigen Umstellung der Stromerzeugung auf erneuerbare Energien als unabdingbar angesehen wurde, ließen die Vertreter der VWEW dies aufgrund der nicht eindeutig voraussagbaren Entwicklungen auf den Energiemärkten und des Verbraucherverhaltens offen. Dem Verbraucherwunsch, Strom nur oder zum Großteil aus erneuerbaren Energien beziehen zu wollen, würden die VWEW mit den Tarifen << CleanPower >> (ohne Atomstrom) und << öko-light >> (100 Prozent Strom aus Wasserkraft) bereits jetzt gerecht. Der Bekanntheitsgrad dieser atomstromfreien Tarife müsse jedoch noch erhöht werden.

Interessiert nahm die grüne Delegation bei einem Rundgang zur Kenntnis, wie die von allen begrüßte Zunahme der Einspeisung von Photovoltaikstrom die VWEW vor neue Herausforderungen gestellt hat - um den früher so nicht gekannten Schwankungen im Stromnetz gerecht werden zu können. Gerade bei nicht planbaren Ereignissen - wie zum Beispiel jüngst die Verdunkelung durch ein heranziehendes Hagelunwetter - komme den drei vorhandenen Dieselkraftwerken eine große Bedeutung zur Netzstabilisierung zu. Als erste konkrete Maßnahme wollen die Grünen im Kaufbeurer Stadtrat den Umstieg der Kommune auf den Tarif ökolight (Strom aus 100 Prozent Wasserkraft) beantragen.

Sehr erfreut zeigten sich die Vertreter von VWEW darüber, dass die Stadt Mindelheim einen ersten Schritt in das atomstromfreie und CO2-freie Zeitalter schon gegangen ist und dass die Stadt Marktoberdorf den Beschluss gefasst hat, atomstromfreie Energie (Clean Power) zu beziehen, um sich zu 100 Prozent aus Wasserkraftstrom zu versorgen.

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