Energiewende
Grüne aus dem Unter- und Ostallgäu kritisieren Stromunternehmen VWEW

Die Grünen aus dem Unterallgäu, Ostallgäu und Kaufbeuren haben jüngst – wie schon im Jahr zuvor – mit dem heimischen Stromerzeuger Vereinigte Wertach-Elektrizitätswerke (VWEW) das Gespräch gesucht, um herauszufinden, inwieweit dort die Bereitschaft besteht, das Unternehmen für das Thema Energiewende fit zu machen. Es ging der Ökopartei im Wesentlichen darum, zu erfahren, wann VWEW in der Lage ist, Strom zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie anzubieten. Die Grünen hoben dabei vor allem auf die Forcierung der Eigenproduktion von Strom und Bürgerbeteiligungen an alternativen Anlagen ab – etwa im Bereich Windkraft.

Der Ort Güssing in Österreich zum Beispiel habe schon vor 15 Jahren damit begonnen, sei heute autark und könne seine Energie gegenüber einem Fremdanbieter zu 30 Prozent günstiger erzeugen, so die Partei in einer Mitteilung.

Das Gespräch der Grünen mit den VWEW zu diesem Thema befriedigte die Kommunalpolitiker offenbar nicht. VWEW hätten zwar diverse Projekte in Planung. Es scheine aber immer noch die 'kurzsichtige Devise zu gelten, möglichst viel Ertrag aus dem Unternehmen herauszuziehen, anstatt es für die Zukunft fit zu machen', so die Grünen. Damit allerdings gefährde man nach der Überzeugung der Ökopartei langfristig die Existenz des Unternehmens.

VWEW-Geschäftsführer Frank Backowies widersprach dem Eindruck der Grünen. So habe das Unternehmen – unter anderem – mit Partnern in den vergangenen drei Jahren allein zwölf Millionen Euro in den Ausbau von Solarenergie gesteckt.

Er halte es zudem für unsinnig, an den Strommärkten einfach nur zu 100 Prozent Ökostrom zu kaufen – nur um sagen zu können, man biete ausschließlich Ökostrom an.

'Dann würden wir uns von den Handelsmärkten abkoppeln und erpressbar werden.' Lieber wollen die VWEW etwa überschüssigen, aus erneuerbaren Energiequellen hergestellten Strom in Wärme umwandeln, so dass die Energie noch am nächsten Tag nutzbar ist.

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