Großer Wunsch wird Wirklichkeit

Pforzen | oll | Pforzen ist wieder Pfarrsitz. Nach dem Gottesdienst und dem Erteilen des kirchlichen Segens wurde am Christkönigssonntag bei einem kleinen Stehempfang der sanierte Pfarrhof St. Valentin an Pfarrer Walter Böhmer übergeben. 'Friede sei mit diesem Haus und allen, die darin wohnen', sagte Domkapitular Prälat Konrad Hölzl (Augsburg) bei einer Andacht im Pfarrhof, bevor er um den Segen Gottes bat. 'Blicke in Güte auf dieses Haus und verleihe ihm Deinen Segen. Der Segen Gottes möge auf dem Haus ruhen und seine Bewohner erfüllen.'

Bürgermeister Maximilian Haug sprach von einem 'interessanten Ereignis und einem hell leuchtenden Tag'. Die Sorge um den Pfarrhof und seine Besetzung habe ihn seit 1984, dem Jahr seines Amtsantritts, umgetrieben. 1985 habe der inzwischen verstorbene Bischof Dr. Josef Stimpfle Pforzen besucht und nach dem Tod des damaligen Gemeindepfarrers auf Anfrage geantwortet: 'Es gibt keine Pfarrer, ich kann keine aus dem Ärmel schütteln.' Im selben Jahr sei dennoch Pater Barganowski nach Pforzen gekommen und wider Erwarten 20 Jahre geblieben. Der Pfarrhof von 1957 sei inzwischen in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig geworden. Und nun werde es Wirklichkeit, dass in den sanierten Pfarrhof ein Pfarrer einzieht. Er habe sich nie damit abfinden können, wenn es gelegentlich geheißen habe, es sei 'nicht so wichtig, ob ein Pfarrer in Pforzen wohnt oder nicht'.

Kirchenpfleger Anton Demmler dankte den ausführenden Firmen und den Ehrenamtlichen, die mit Hand angelegt hätten. Er hob hervor, dass die Diözese mit der Übernahme von 60 Prozent der Kosten den Löwenanteil geschultert habe. Die politische Gemeinde habe immerhin 20 Prozent beigesteuert. 'Das ist nicht selbstverständlich.'

Planer Hans Berktold lobte die ruhige und zuverlässige Art der Zusammenarbeit mit Kirchenpfleger Demmler. Er fasste die Baumaßnahmen zusammen und erklärte: 'Der Pfarrhof entspricht jetzt den heutigen Ansprüchen.' Dem neuen Hausherrn, Pfarrer Böhmer, wünschte er ein segensreiches Wirken und angenehmes Wohnen, bevor er ihm einen symbolischen großen Hausschlüssel überreichte.

Walter Böhmer, dem für Pforzen, Rieden und Zellerberg zuständigen Pfarrer, blieb das Schlusswort. Er sagte 'Vergelt’s Gott' und dass er sich auf den schmucken Pfarrhof freue. Der Gottesdienst zuvor hatte im Zeichen des Christkönigssonntags sowie des sechsten Jahrestages der Heiligsprechung von Crescentia Höß gestanden. Zelebriert hatte ihn Prälat Hölzl, ehemaliger Pfarrer von St. Martin in Kaufbeuren.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen