Bergbahnen
Großer Skiverbund geplant

Pläne für den Zusammenschluss aller Skigebiete im Kleinwalsertal und eine grundlegende Modernisierung des Ifen-Skigebiets sind gestern Abend erstmals der Bevölkerung im Tal in Hirschegg präsentiert worden. Da das größte grenzüberschreitende Wintersportgebiet Fellhorn/Kleinwalsertal an dem Zusammenschluss beteiligt wäre, hätte auch Oberstdorf Anschluss an das etwa 100 Kilometer umfassende Pistennetz. Dieses bestünde aus den bisher isolierten Skigebieten:

lFellhorn/Kanzelwand

lWalmendingerhorn lKleinwalsertaler Tallifte (Parsenn/Heuberg usw.)

lIfen 2000

Zur Vorgeschichte: Die Kleinwalsertaler Bergbahn AG (Fellhorn/Kanzelwand und Walmendingerhorn) hatte im Juli vergangenen Jahres das Skigebiet Ifen 2000 übernommen. Bereits damals hieß es, die veralteten Bahnen sollten erneuert werden.

Eine bereits beim früheren Besitzer genehmigte Bauvariante mit vier Bahnen soll nach Auskunft von Bahn-Vorstand Augustin Kröll nicht gebaut werden. Weniger Eingriffe in die Natur seien für die jetzt gefundene Variante erforderlich:

Demnach soll im unteren Bereich auf einer neuen Trasse eine neue Ifen-Bahn gebaut werden. Im oberen Bereich wird es es nur noch eine Bahn - nur für den Winterbetrieb - geben.

Um Schneesicherheit von Weihnachten bis Ostern zu sichern, soll eine Beschneiungsanlage gebaut werden. Der Standort für einen Speicherteich in Talnähe stehe bereits fest, so Kröll.

Der Skigebiets-Verbund: «Die Erneuerung der beiden Bahnen am Ifen wäre auch wieder nur eine Insellösung», sagt Georg Fahrenschon, ebenfalls Vorstand der Bergbahn AG. Um alle vier Gebiete miteinander zu verbinden, muss eine neue Verbindung («Panoramabahn») vom Walmendingerhorn zum Ifen über das Schwarzwassertal gebaut werden - ohne neue Pisten. Früheren Überlegungen für eine skitouristische Erschließung des Schwarzwassertals habe die Gesellschaft eine klare Absage erteilt, so Kröll. Entsprechend sei das jetzige Konzept «ökologisch behutsam».

Auch habe man von einer Verbindung des Ifen-Gebiets mit dem Diedamskopf im Bregenzerwald - wie sie früher einmal diskutiert wurde - Abstand genommen. Die Ertüchtigung einiger talnaher Skirouten im Kleinwalsertal wäre mit relativ geringem Aufwand möglich, so die Planung der Bergbahnen. Dadurch werde auch der Autoverkehr im Tal deutlich reduziert. Die Gemeinde soll sich finanziell beteiligen.

Realisierung und Finanzierung: Mit dem Bau einer neuen Beschneiungsanlage samt Schneiteich für das Ifengebiet könnte bereits kommendes Jahr begonnen werden, da eine entsprechende Genehmigung der Vorarlberger Landesregierung bereits vorliegt. In einem ersten Abschnitt des auf insgesamt acht Jahre veranschlagten Projekts sollen am Ifen 15 Millionen Euro investiert werden.

Das benötigte Geld soll ohne Kapitalzufluss der Gesellschafter erbracht werden. (mun/mig)

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