Ottobeuren
Großer Kampfgeist wird nicht belohnt

Mit leeren Händen sind die Bayernliga-Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO) vom Spitzentreffen in Fürstenfeldbruck zurückgekehrt. 300 Zuschauer in der Wittelsbacher Halle erlebten eine 23:30 (12:15)-Niederlage des TSVO beim TuS Fürstenfeldbruck.

Gleich auf fünf Akteure musste TSVO-Coach Thomas Lang beim traditionsreichen Derby verzichten. Stefan Bartenschlager (langzeitverletzt) fehlte ebenso wie David Pade (studiumsbedingt), Felix Keil (berufsbedingt) und Roman Polyfka (krankheitsbedingt). Gunther Kotschmar betreute zeitgleich die Damenmannschaft des TSVO. Die Ausfallliste hatte zur Folge, dass Lang ohne etatmäßigen rechten Rückraum auskommen musste. Benedikt Bartenschlager und Johannes Erhart konnten die entstehende Lücke aber wirkungsvoll schließen.

Auf Augenhöhe

Auch wenn es der Endstand von 23:30 nicht vermuten lässt, so lieferte Ottobeuren dem Favoriten ein offenes Spiel und bewegte sich stets auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer. Zwischenzeitlich führte der TSVO in der «Höhle des Löwen» sogar mit 8:7.

«Alternativ-Keeper» Christoph Schwarz hielt stark und die Abwehr mit Mittelblock Thomas Schaffer und Achim Wittlinger machte zuverlässige Arbeit. Nachdem Trainer «Wiggerl» Hoffmann vom Gastgeber «Bruck» eine Auszeit genommen und der TSVO sich einige Fehlversuche auf den Außenpositionen erlaubt hatte, zog Fürstenfeldbruck auf 15:12 davon.

Doch auch in den zweiten 30 Minuten konnten die Unterallgäuer das Geschehen recht ausgeglichen gestalten. Schaffer ist in Ottobeurer Handballer-Kreisen nicht gerade als großer Torjäger bekannt - die Stellenbeschreibung seiner Position sieht vor, eine besondere Defensivtreue zu zeigen. In «Bruck», erregte dort aber mit bemerkenswerten drei Toren eine besondere Aufmerksamkeit. «Ein Sonderlob an den Thommy. Er hat immer wieder versucht, das Team nach vorne zu bringen.

Selbst einmal drei Tore erzielt zu haben - daran kann er sich nicht erinnern», lobte Trainer Lang nach dem Spiel seinen Abwehrstrategen.

Bis zum Zwischenstand von 23:27 war das Derby relativ offen in seinem Ausgang. Den Ottobeurern schwanden zum Ende hin aber zusehends die Kräfte, was die favorisierten Hausherren zu nutzen wussten. Lang war trotz der Niederlage nicht unzufrieden mit seinen Spielern: «Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen, sie haben bis zuletzt gekämpft und alles versucht. Dass sich bei schwindenden Kräften gegen Ende hin Fehler einschleichen, ist nur normal.»

Am kommenden Samstag erwartet der TSVO zu Hause den TB 03 Roding.

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