Kaufbeuren
Großer Bahnhof für den neuen Stadtpfarrer

Prächtigere Bedingungen für seine Amtseinführung hätte sich der neue Kaufbeurer Stadtpfarrer Thomas Renftle kaum wünschen können: herrliches, sonniges Herbstwetter, die Kirche St. Martin im Fahnenschmuck, festliches Glockengeläut, die Fahnenabordnungen der Vereine in ihren farbigen Uniformen, zahlreiche Ehrengäste und nicht zuletzt ein volles Gotteshaus.

Domkapitular Monsignore Harald Heinrich, die Kaufbeurer Pfarrer der großen Kirchen und weitere Pfarrer des Dekanats sowie Weggefährten des neuen Stadtpfarrers der Pfarrgemeinschaft St. Martin (Kaufbeuren), St. Dionysius (Oberbeuren) und St. Stephan (Kemnat) geleiteten Renftle feierlich in die Kirche. Adolf Nießner, der frühere Pfarrer von St. Martin, hatte als Prodekan des Dekanats Kaufbeuren die Aufgabe übernommen, seinen Nachfolger zum Priestersitz zu geleiten und die Ernennungsurkunde zu verlesen. Dann nahm er Thomas Renftle die Erneuerung seines Priesterversprechens ab und übergab den Kirchenschlüssel an seinen Nachfolger. Zuvor hatte Kaufbeurens Zweiter Bürgermeister Gerhard Bucher den neuen Stadtpfarrer in Vertretung des Oberbürgermeisters in Kaufbeuren willkommen geheißen und gute Zusammenarbeit angeboten. Die Stadt wünsche sich, so Bucher, «Seelsorger, die sich um die Bürger kümmern». Dies sei nicht immer so gewesen. Auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender Robert Markthaler und Kirchenpfleger Rudolf Wisbauer hießen Renftle willkommen. Er habe keine Bedenken, so Wisbauer, dass Renftle auf Grund seiner unkomplizierten Art die Herzen der Menschen erreiche.

«Recht hoher Puls»

Renftle gestand später ein, an diesem Abend zunächst einen «recht hohen Puls» gehabt zu haben. Er beschwor in seiner Predigt den gemeinsamen Weg als Pfarrgemeinschaft in Glaubensfreude und der Leidenschaft für Christus. Es komme nicht darauf an, perfekte Programme zu verlangen und abenteuerliche Pläne zu fordern oder ewig hohe Messlatten anzulegen. Renftle ging auch auf die aktuellen Schwierigkeiten in der katholischen Kirche ein: «Das Wasser steht uns in diesem Jahr bald schon bis über dem Hals». Nun gelte es, mit ganzer Leidenschaft neue Wege zu finden. «Warum», so Renftle, «sollten wir nicht gerade in Kaufbeuren das Unmögliche probieren?» Von der heiligen Crescentia könne man lernen, wie man leidenschaftlich für Christus lebe. Der 36-jährige Renftle, gebürtiger Unterallgäuer, ist «sehr gerne» nach Kaufbeuren gekommen.

Er sehe es als große Gnade an, «diese große, traditionsreiche und doch lebendige Pfarrei» zu übernehmen. Seine Entscheidung für den Priesterberuf habe er über einen längeren Zeitraum hinweg getroffen. Dazu habe die gute Jugendarbeit in der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Thannhausen beigetragen. Zudem habe die Liturgie schon immer eine große Faszination auf ihn ausgeübt. Zuletzt war Renftle fünf Jahre Gemeindepfarrer in Huglfing. Bei seiner künftigen Arbeit in Kaufbeuren komme es ihm nicht darauf an, zu repräsentieren, «sondern den Glauben zu leben». Musikalisch wurde die Feier vom Bläserensemble Georg Ried, Daniel Herrmann an der Orgel und dem Kirchenchor St. Martin gestaltet.

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