Kammerkonzert
Großer Auftritt für «Junge Talente»

19 Mitwirkende vom Schulanfänger bis zum Jugendalter hatten besonders fleißig auf diesen Abend hin geübt: Das Konzert «Junge Talente» der Musikschule der Volkshochschule (Vhs) Buchloe im großen Sitzungssaal des Rathauses ist mehr als ein «normales» Vorspiel. Es ist eindeutig die Plattform für die fleißigsten beziehungsweise begabtesten Schüler. Musikschulleiterin Christiane Eberhard lobte den «sehr gut klingenden» Saal.

Kurzweilig und facettenreich

Bevor sich jedoch alle Mitwirkenden samt betreuenden Musiklehrer am Ende über ein kleines Präsent freuen konnten, bekam das Publikum ein höchst kurzweiliges und facettenreiches Programm als Querschnitt durch die Musikschularbeit geboten. Die Zuhörer erlebten als Klaviersolisten neben Louis Rinderer auch Carolina Kornitzer, Emilio Schröder und Ulrich Asemann in der ersten Konzerthälfte als sehr selbstbewusst gestaltende junge Instrumentalisten mit Werken von Gurlitt über Prokofjew und Mozart bis Daniel Hellbach.

Gut vorbereitet und mit sicherem Gespür für Phasierungen setzten auch die Blockflöten-Klavier-Duos Freya Richter/Louis Rinderer und Michelle Pulfrich/Gisela Dardzinski Werke von Leopold Mozart und Johann Sebastian Bach um. Intensive Akkordeonklänge steuerte Solitaire Bachhuber mit einer Bearbeitung von Mozarts g-moll-Sinfonie bei, lyrisch-kreisend geprägt war die «1. Episode» einer Suite für Akkordeon und Querflöte (Denise Hermann) von Hans Breinbauer.

Das Celloduo Kathrin Demel/Friderike Scheller sowie das «kleine» Streichertrio aus Lisa-Marie Günther, Franziska Hecker und Christof Berghoff zeigten sich in Kompositionen von Dotzauer und Hook intonatorisch weitgehend gut vorbereitet und arbeiteten spezifisch streicherisch gedachte Wendungen forsch und gewitzt heraus.

Sinn für große Bögen

Weitere Höhepunkte schlossen sich an: Sabrina Seethaler (Altsaxofon), am Klavier begleitet von Julia Lautenbacher, entwickelte in der «Petite Suite en Saxe» von André Jean Dervaux einen wunderbar weichen, warmen Legatoton. Die Pianistin gestaltete den ersten Satz der «Mondscheinsonate» vergleichbar empfindsam und mit Sinn für große Bögen. Dimitri Nanos schließlich setzte die musikalischen Nachtgedanken angemessen in Chopins Nocturne op.72/1 fort, bewältigte dabei auch gegenläufige Rhythmen in beiden Händen gut.

Vervollständigt wurde der Abend durch Jaqueline Fischers mädchenhaft schlanken und geradlinigen Sopran, mit der sie die Arie «Er weidet seine Herde» (begleitet von Markus Orf am Klavier) umsetzte sowie durch das «große» Streichtrio Sabrina Scharl/Aileen Hierholzer/Jakob Siegel: Hoch konzentriert flochten sie als letzten Musikbeitrag des Abends im 1.Satz einer D-Dur-Divertimento ein recht filigranes Klangnetz aus mozartschen Wendungen.

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