Special Großbrände im Allgäu SPECIAL
Großbrände im Allgäu

Heimenkirch
Großbrand auf einem Bauernhof

Der Rauchpilz war kilometerweit zu sehen. Gestern kurz vor acht Uhr ist im Heimenkircher Ortsteil Riedhirsch ein Großbrand auf einem Bauernhof ausgebrochen. Die Tenne brannte nieder. Die Polizei schätzt den Schaden auf 400000 Euro.

Das Feuer bricht kurz vor 8 Uhr aus. Der Landwirt wird selber auf den Brand in der Tenne aufmerksam und alarmiert die Feuerwehr. Die Flammen breiten sich schnell aus. «Schon bei der Anfahrt zum Brandobjekt haben wir die Rauchfahne über dem Gebäude gesehen. Das Haus war in dichten Qualm gehüllt», sagt Einsatzleiter Peter Hohenester, Kommandant der Heimenkircher Wehr. Die bekommt schnell Unterstützung. Feuerwehren aus Lindenberg, Röthenbach, Opfenbach, Maria-Thann und Wohmbrechts rücken an. Die Wehr in Weiler wird in Alarmbereitschaft versetzt. 120 Einsatzkräfte kämpfen schließlich gegen den Brand an. Im Vordergrund steht die Rettung der Tiere. 80 Stück Großvieh hat der Landwirt im Stall stehen. Der Familie, Nachbarn und Feuerwehrleuten gelingt es, die meisten von ihnen zu retten. 79 Tiere überleben, eines muss eingeschläfert werden.

Teils überstehen die Tiere den Brand auch im Stall. Feuerwehrler gelingt es nach zwei Stunden Löscharbeiten, sieben Jungtiere aus dem Gebäude zu retten. Um ihnen Chancen zum Überleben zu geben, hatten die Einsatzkräfte mit Hochdrucklüftern Luft in den Stall geblasen. Alle Tiere werden zunächst im Freien unweit des Hofes gesammelt, anschließend mit Transportfahrzeugen in verschiedene Ställe gebracht.

Die Löscharbeiten erweisen sich als sehr schwierig. Hauptgrund ist die Photovoltaikanlage, die das gesamte Dach der Tenne bedeckt. Feuerwehrler können deshalb nicht von außen gegen die Flammen vorgehen. Das geht nur im Innenangriff und mit Atemschutz.

Eile ist geboten. Als die Wehrler mit der Arbeit beginnen, schlagen die Flammen bereits über die Brandmauer auf das Wohnhaus. Zur Löschwasserversorgung werden 1000 Meter Schlauchleitungen gelegt. Mit einem massiven Löscheinsatz verhindern die Einsatzkräfte das Schlimmste: Das Wohnhaus bleibt vor den Flammen verschont. «Ein paar Minuten später und das Wohnhaus hätte auch gebrannt», sagt Kommandat Hohenester. In einem Nachbarhaus springen durch die enorme Hitze Fensterscheiben. Es bleibt ansonsten unbeschadet, ebenso ein Nebengebäude der Landwirtschaft.

Brandursache noch unklar

Alarmiert wird auch das Rote Kreuz. Der Rettungshubschrauber Christof 17, mehrere Einsatzfahrzeuge und elf Helfer rücken an. Vier Personen, darunter eine ältere Frau, die unter Schock steht, werden von BRK und Notarzt betreut.

Warum genau das Feuer gestern Vormittag ausgebrochen ist, ist derzeit noch unklar. Brandstiftung schließen die Ermittler der Polizei aber aus.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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