Gesundheit
Grippeimpfung: Was Sie darüber wissen sollten

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Der Oktober schenkt uns momentan seine schönsten Sonnenstrahlen - und trotzdem steht der Winter quasi vor der Tür. Niesende und hustende Kollegen sind da kein Einzelfall mehr. 

Grippe, was ist das denn genau? 

Eine Grippe ist keine Erkältung. Zwar ähneln sich die Symptome, doch ist die echte Grippe, auch Influenza genannt, eine akute Erkrankung der Atemwege. Sie wird durch Viren ausgelöst und kann lebensbedrohlich sein. Typische Symptome einer Grippeerkrankung sind Kopf- und Gliederschmerzen, hohes Fieber und trockener Reizhusten.

Ein Drittel der Personen, die sich mit Influenzaviren angesteckt haben, haben zu Beginn hohes Fieber (über 38,5 °C), Halsschmerzen, Husten sowie Kopf- Muskel- und Gliederschmerzen. Ein weiteres Drittel erkrankt ohne Fieber und weniger schwer. Doch selbst in unkomplizierten Fällen dauert die Grippe fünf bis sieben Tage an. Schwere Komplikationen wie beispielsweise eine Lungenentzündung sind möglich.

Die Grippe ist sehr ansteckend. Beim Husten, Niesen oder Sprechen gelangen kleinste, virushaltige Tröpfchen des Nasen-Rachen-Sekrets von Erkrankten in die Luft. Diese Tröpfchen können von anderen Menschen in der Nähe eingeatmet werden. Kommen Hände oder Gegenstände mit virushaltigen Sekreten in Kontakt, werden die Viren dementsprechend weitergereicht. Es kann zur Ansteckung kommen.

In den Wintermonaten nach dem Jahreswechsel kommt es in Deutschland zu Grippewellen mit unterschiedlicher Ausbreitung und Schwere. Daher empfehlen die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts aus Berlin und die Stiftung Warentest die Grippeschutzimpfung.

Besonders gut für diese Impfung würden sich die Monate Oktober und November eignen, weil in diesem Zeitraum ein rechtzeitiger und guter Schutz gegen die Influenza aufgebaut werden könne, so Michael Bauerdick, Leiter des Fachbereichs Gesundheit am Landratsamt Lindau.

Wem wird die Grippeschutzimpfung empfohlen? 

Während die Grippeschutzimpfung für Erwachsene generell nicht empfohlen wird, sollten sich Risikogruppen wie Schwangere, Menschen ab 60 Jahren und chronisch Erkrankte impfen lassen. Dazu zählen Immun­schwache und chro­nisch Kranke (z. B. Asth­matiker, Herz-, Leber- und Nierenkranke, Diabetiker). 

Stiftung Warentest empfiehlt darüber hinaus die Grippeimpfung für Kinder. Sie haben beispielsweise im Kindergarten mit vielen anderen Kindern zu tun.

Die Ständige Impfkommission sieht bei Kindern hingegen keinen generellen Impfbedarf. Sie empfiehlt aber medizinischem Personal und Personen, die berufsbedingt viele soziale Kontakte haben, sich gegen Influenza impfen zu lassen. 

Grippeschutzimpfung

Im Gegensatz zu anderen Impfungen muss die Grippeschutzimpfung jährlich wiederholt werden. Denn die  Influenzaviren verändern sich sehr schnell. Der Impfstoff wird deshalb regelmäßig angepasst.

Die Grippeschutzimpfung gilt als ausgesprochen gut verträglich. Seltene Nebenwirkungen der Impfung können Frösteln, Muskelschmerzen, Müdigkeit oder Übelkeit sein. Sie klingen jedoch rasch ab. 

Für Kinder von zwei bis 17 Jahren ist die Grippeschutzimpfung mit einem Nasen­spray zugelassen, bei Erwachsenen ist nur die Spritze möglich.

Was kann man gegen die Ansteckung tun? 

Neben der Grippeimpfung empfiehlt der Mediziner Bauerdick und die Stiftung Warentest, auf die Hygiene zu achten. Dazu gehört: 

Häufiges Händewaschen

  • Waschen Sie Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife, 20 bis 30 Sekunden lang, auch zwischen den Fingern. Anschließend trocknen Sie Ihre Hände mit einem sauberen Tuch.
  • Waschen Sie die Hände immer, wenn Sie von draußen kommen, sowie vor dem Essen und dem Zubereiten von Speisen und nach dem Toilettengang. Und auch dann, wenn Sie Kontakt zu Erkrankten hatten oder mit Gegenständen, die Erkrankte berührt haben.
  • Vermeiden Sie, wenn möglich, während einer Grippewelle das Händeschütteln.
  • Halten Sie Abstand zu niesenden oder hustenden Personen.

Richtiges Husten und Niesen

  • Niesen und Husten Sie nicht in Ihre Hände, sondern in den Ärmel, die Armbeuge oder in ein Einmal-Taschentuch. Denn Viren bleiben an den Händen haften und übertragen sich so schnell auf Gegen­stände und Mitmenschen.

Regel­mäßiges Lüften

  • Weil in geschlossenen Räumen die Zahl der Viren stark ansteigen kann, sollte regelmäßig gelüftet werden.
Autor:

Lisa Hauger

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