Kaufbeuren
Grimmiger Adler und leckeres Wildschwein

Falken am Himmel, Fische oder eine Ringelnatter im Wasser, Jagdhunde auf der Wiese und Wildschwein vom Grill: Alle vier Elemente bemühten der Kreisfischereiverein sowie der Jagdschutz- und Jägerverein Kaufbeuren beim Fischer- und Jägerfest am Bärensee.

Etwa 1500 Besucher kamen zum Vereinsgelände der Fischer an dem Gewässer und wurden mit allen Sinnen bedient. Während die Jagdhunde und Jagdvögel eher unharmonisch bellten und fiepsten, spielten die Blaskapelle «Harmonie Oberbeuren» und die Jagdhornbläser der Jäger ihre Ständchen gekonnt. Dagegen waren die Tiere ein Blickfang, wobei besonders die Greifvögel die Kinder beeindruckten. Wander- und Polarfalken, ein putziger nordamerikanischer Buntfalke und ein grimmig schauender Steinadler wurden gezeigt. «Die werden alle jagdlich eingesetzt. Sie sortieren dabei körperlich oder nervlich geschwächte Tiere aus und sorgen für eine gesunde Population», erklärte Falkner Anton Settele. Nach der Größe der Jäger richtet sich dabei das gejagte Tier: Adler schlagen Rebhühner oder Fasane, Polarfalken werden auf Enten angesetzt.

Die Falkner zeigten den Einsatz ihrer Vögel mit Wanderfalken und ernteten genauso Interesse wie die Jäger mit ihren Hunden und der Fliegenfischer mit seiner Demonstration.

Bunte Schautafeln und ausgestopfte Tiere

Jung und Alt war ebenfalls bei dem Quiz gefragt, dessen Beteiligung mit Preisen gefördert wurde. Dafür mussten die Teilnehmer aber auch die Themen-Schautafeln, Aquarien oder ausgestopften Tiere von der Krickente bis zum Dachs lesen oder anschauen. Und über allem lag der Duft des Essens: Fischpastete oder Fischsalat, Wildschweingulasch oder Spezialitäten vom Grill boten die Vereine an. «Über 800 Essen haben wir ausgegeben, das Wildschweingulasch war schon früh ausverkauft», berichtet Peter Konrad, Vorsitzender des Fischereivereins.

Den Vertrieb von Fisch aus eigener Zucht oder Wild, das die Jäger schießen, publik zu machen, war auch ein Anliegen der beiden Vereine: Mit dem Verkauf ihrer Produkte finanzieren sie sich teilweise und können so auch zur Erhaltung ihrer Gewässer und der Wälder beitragen.

Denn auch die Hege und Pflege der jeweiligen Umwelt ist ihnen wichtig, wie sie auf Tafeln, in Broschüren oder durch Mitarbeiter informierten. «Da zeigte die Bevölkerung viel Interesse», meinte Konrad. Die Besucher kamen sogar aus dem Unterallgäu oder Oberbayern und auch Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse und einige Stadträte ließen sich sehen. «Die Resonanz war wirklich sehr gut», resümierte Konrad.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen