Schwangau
Greenpeace protestiert am Märchenschloss

Am Märchenschloss von König Ludwig gegen die drohende Haftstrafe für zwei japanische Walschützer protestieren - diese Idee setzten rund 35 Greenpeace-Aktivisten in die Tat um: Am frühen Morgen entrollten sie an der Schlossmauer von Neuschwanstein ein großes Banner. Auf dem war auf Japanisch, Deutsch und Englisch zu lesen: «Kein Märchen - Walschützern droht Gefängnis in Japan».

Hintergrund der Aktion ist das Schicksal der beiden japanischen Greenpeace-Aktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki. Sie hatten im Mai 2008 einen Korruptionsskandal in der japanischen Walfangindustrie aufgedeckt. Kurz danach wurden die beiden Walschützer festgenommen, ohne Anklage 23 Tage inhaftiert und nur unter strengen Kautionsauflagen freigelassen. Seither macht die Staatsanwaltschaft in Japan den beiden wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs den Prozess. Ihnen droht eine mehrjährige Haftstrafe. «Gleichzeitig wollten wir auch gegen den kommerziellen Walfang protestieren, der in Japan seit Jahren betrieben wird», so Thilo Maack, Walexperte von Greenpeace.

Kamerateam filmt Aktion

Die Kulisse des Märchenschlosses hatten die Greenpeace-Aktivisten bewusst gewählt: Ein Kamerateam filmte die Aktion von einem Hubschrauber aus für das japanische Fernsehen. «Wir wollen die dortige Bevölkerung auf den Fall aufmerksam machen», erklärte Thilo Maack. Und Neuschwanstein sei nun einmal besonders bei japanischen Touristen sehr beliebt. (dr)

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