Eishockey
Gratulation

Das Ziel ist erreicht. «Ich wollte unbedingt bis 40 Eishockey spielen», erzählt Petr Sikora. Am Mittwoch feierte der Stürmer seinen runden Geburtstag. Ein ausschweifendes Fest war aber deshalb nicht angesagt. Dazu ist Sikora viel zu sehr Profi. Schließlich steht heute Abend schon wieder ein Zweitligamatch mit dem ESV Kaufbeuren an, das Derby zu Hause gegen den EV Landshut (Beginn 19.30 Uhr).

Und selbst wenn hier der Geburtstagswunsch nach drei Punkten wahr würde, steht für den Jubilar fest: «Da ist auch nicht viel Raum zu feiern, schließlich müssen wir uns schon auf das Sonntagsspiel in Freiburg konzentrieren.» Dann nämlich treten die Joker um 18.30 Uhr beim Tabellensiebten im Breisgau an.

Diese professionelle Einstellung ist es, die Sikora eine so lange Karriere auf dem Eis ermöglicht hat. «Er ist fitter als manch anderer mit 25», sagt Sturmkollege Daniel Menge anerkennend. Das Rezept dazu ist einfach: Sikora reißt nicht nur die Trainingseinheiten mit dem Team herunter, er arbeitet auch in seiner Freizeit ständig an seiner Fitness. Dazu kommt die passende Ernährung, denn er kocht meist selbst. «Ich mache nur das, was meinem Körper gut tut», sagt Sikora.

Nach dem früheren Kaufbeurer Ervin Masek (43) und dem Landshuter Urgestein Günter Oswald (41) ist Sikora der drittälteste Spieler der zweiten Bundesliga. Und dabei nicht irgendein Mitläufer, sondern eine echte Führungsfigur. «Siki ist unglaublich mit seiner Routine und hat überragende Hände», sagt Mitspieler Marco Habermann (19), der gut und gerne Sikoras Sohn sein könnte.

«Er hilft uns Jungen, hat immer ein offenes Ohr und viele Tipps parat.»

Als Sikora vor zwei Jahren bei den Dresdner Eislöwen aussortiert wurde, kamen bei ihm zum ersten Mal Zweifel, ob das mit dem runden Geburtstag auf dem Eis noch klappen würde. «Da habe ich zu hören bekommen, dass ich zu alt sei und nicht mehr mithalten kann. Das war nicht einfach für mich.» Das war das Glück für den ESVK, dessen Manager Klaus Habermann Sikora schon lange kennt und von dessen Fähigkeiten überzeugt war. Nach einer schon starken Vorsaison trumpft der Stürmer jetzt noch mehr auf und ist sechstbester Scorer der gesamten Liga. «In Kaufbeuren passt einfach alles. Außerdem macht es viel Spaß in unserer Sturmreihe, weil wir gut harmonieren und kombinieren.»

Wie lange die Karriere noch gehen soll, weiß Sikora schon: «Aus dem Bauch heraus würde ich sagen bis 44. Denn ich mag gerade Zahlen.»

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