Grandioser Abschiedsknall

Von Kilian Dorner | Immenstadt Vor oder zurück? Links oder rechts? Mit oder gegen den Strom? Erinnern wir uns mal an die 68er. Alle gemeinsam gegen alles Alte. Und heute? Irgendwie weiter, jeder für sich. Nur nichts mit den anderen gemeinsam haben. 'Nothing in Common' also. Irgendein Name einer Band oder Programm? Auch nach zehn Jahren kann man sagen: definitiv Programm. Aber auch definitiv Gemeinschaft. Eigentlich eine Schande, dass eine solche Band sich auflöst.

Aber sei es wie es sei: Die vier Musiker aus Köln, Neuss und Düsseldorf von 'Nothing in Common' haben nach zehn erfolgreichen Jahren ihre Abschiedstournee begonnen. Und ein Tourstopp war im 'Bullwinkel' in Oberstdorf. Eigentlich klingt das Wort Abschied ja traurig. 'Nothing in Common' haben jedoch entschieden, den Abschied keinesfalls als trauriges Ende zu sehen, sondern es mal wieder richtig 'rocken' zu lassen.

Nachdem die Lokalband 'Try To' schon zu Beginn des Konzertes einen Vorgeschmack von dem lieferte, was noch kommen wird, übrigens auch nicht zu vergessen das glorreiche, fast virtuose Schlagzeugsolo Ramon Kecks, präsentierten dann 'Nothing in Common' auf der Bühne, wie man eigentlich jeden Abschied gestalten sollte.

Am Anfang der Show waren die Zuhörer zwar noch schwer zu begeistern, sich zur Musik wenigstens etwas zu bewegen. Nach kurzer Zeit war dann aber wohl jedem im Publikum klar, dass dies kein langsames Dahinscheiden einer großartigen Band ist, sondern schon eher ein grandioser Abschiedsknall mit jeder Menge Stimmung, gutem alten Punkrock und einer Bühnenshow vom Feinsten.

Bis die Mikros kippen

Die Tonkünstler zeigten den Besuchern, dass auch Punkrock nachdenklich sein kann und dass eine Abschiedstournee auch den Musikern noch Spaß machen kann. Während sich also Bands wie die 'Rolling Stones' nach fast einem halben Jahrhundert schon bei einer normalen Tournee schwertun, in irgendeiner Weise Begeisterung auf der Bühne zu zeigen, so kippten die Musiker dieser kleinen, aber feinen Band in der Euphorie des Auftritts das ein oder andere Mikrophon um und einer der Gitarristen tat sich zum Ende schwer, sich vor lauter Kabelsalat auf der Bühne überhaupt noch zu bewegen.

Man kann also sagen, dass sich der Besuch dieses Konzertes für jeden der Besucher lohnte, und auch der Rest der Abschiedstour noch sehr sehenswert, pardon, hörenswert sein wird.

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