Reportage
Golfregion Allgäu: Ideale Bedingungen für Hobby- und Profigolfer

Die größte Hürde ist am Anfang, Geduld mit sich selbst zu haben und die eigenen Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen, sagt Alexander Stohr, Geschäftsführer des Golfparks Schloßgut Lenzfried. Er kennt sich aus, denn er ist Diplom-Golfprofessional, heute sagen Golfer dazu Fully Qualified Professional.

Bereits in jungen Jahren lernte Stohr, 32 Jahre alt, durch seinen Vater den Golfsport kennen und begann vor elf Jahren schließlich eine Ausbildung zum Golflehrer auf der Sonnenalp in Ofterschwang. Seit 2010 arbeitet er auf den Golfanlagen in Wiggensbach. Mittlerweile ist er auch Geschäftsführer. Für ihn ist Golf "eine der vielseitigsten Sportarten, in der man verschiedene Eigenschaften wie Athletik, Konzentration und Koordination miteinander verbinden muss."

Natürlich gibt es das Klischee vom alten, reichen und spießigen Golfer. "Den findet man in fast jedem Golfclub", sagt Stohr, "und das ist auch vollkommen in Ordnung. Dieser Typ gehört genauso dazu wie die jungen, athletischen Nachwuchsgolfer, die das Bild vom Golfsport nach und nach wandeln". Nachwuchs zu finden ist allerdings gar nicht so leicht. Da kämpft Golf immer noch gegen Sportarten wie Fußball, Handball oder Basketball.

Aber die alteingesessene Generation mit Bierbauch bekommt immer öfter Konkurrenz von jungen und talentierten Spielern, die wissen, dass beim Golfen nicht nur gute Technik zählt. "Wer athletisch ist und regelmäßig seine Fitness trainiert, hat mehr Schlagkraft und kann die Bälle präziser und weiter schlagen. Profis trainieren heutzutage bis zu 70 Stunden in der Woche, so viel wie in kaum einer anderen Sportart", erzählt Alexander Stohr.

Was machst also einen guten Golfer aus? Fitness, Konzentration, Koordination, Geduld und Vorstellungskraft. Die Chance, damit ein niedriges Handicap zu erreichen, ist bei großem Trainingsfleiß gut. Als Handicap bezeichnen Golfer die Mehrzahl der Schläge, die ein Golfer benötigt, um die Löcher eines Platzes über den Standard (meist 72 Schläge auf einem 18-Loch-Platz) zu spielen. "Durch das Handicap-System können schwächere Golfer in einem Turnier gegen stärkere gewinnen", sagt Stohr. "Die stärkeren Spieler sind also immer unter Zugzwang, ihr Handicap zu halten oder - noch besser - zu verringern." Im Turnier gewinnt also immer der Spieler mit der besten Schlagzahl.

Mittlerweile überwiegen in Deutschland öffentliche Golfplätze mit dem sogenannten Pay-and-Play-Konzept im Vergleich zu privaten Golfanlagen. "Dadurch haben Golf-Interessierte eher die Möglichkeit, den Sport auszuprobieren, denn hier sind die Kosten wesentlich geringer", erzählt Alexander Stohr. Ein weiterer Vorteil für alle Allgäuer: "Im Allgäu herrscht die größte Dichte an Golfplätzen in Deutschland", sagt Stohr und schmunzelt: "Bei dieser Definition reicht das Allgäu allerdings bis nach Ulm".

Gerade die bergige Landschaft bietet Möglichkeiten für interessante Plätze. "Golfern sind diese guten Bedingungen im Allgäu bewusst und schätzen sie. Leute, die nichts mit dem Sport zu tun haben, wissen allerdings oft gar nicht, dass ein Golfplatz direkt um die Ecke ist."

Mehr über den Golfsport im Allgäu finden Sie auch im Blog www.allgaeu-golfer.de von Stephan Schöttl, Sportredakteur bei der Allgäuer Zeitung.

Autor:

Theresa Hannebauer aus Kempten

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