Görisried
Görisried wählt kleine Lösung

«Die große Frage des Hochwasserschutzdammes ist die Finanzierung, nicht ob wir ihn bauen müssen», wog Zweiter Bürgermeister Johann Urlbauer die Meinungen im Rat zu dem recht komplexen Thema ab. Gemeindechefin Thea Barnsteiner wies darauf hin, dass «wir für die Zukunft das Richtige machen müssen, und dieses muss nachhaltig sein». Ihre Aussage beinhaltete zugleich den Hinweis, dass die für Görisried immens hohen Kosten auf gut 20 Jahre verteilt werden sollten. «Das ist ein Generationenprojekt, keine kurzzeitige Maßnahme», so ihre weitere Schlussfolgerung in der Sitzung.

Dem Gemeinderat und den Bürgern schwebte «eine perfekte Lösung» vor, weshalb eine Studie in Auftrag gegeben wurde, die ein zweites Staubecken am Waldbach vorsieht. In dieser Variante 2, so der Wunschgedanke, könnte bei einem Hochwasser der maximale Durchfluss durch den Ort auf 35 Kubikmeter festgelegt werden. Im Ort wären also keine Maßnahmen nötig, da dieser im jetzigen Ausbauzustand erreicht werden könnte. Dieter Ammann vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Börwang erklärte, dass zwei Becken - an Horn- und Waldbach - nicht gesteuert werden könnten. Das sei nur bei einem Becken möglich.

45 Kubikmeter Hochwasser durch den Ort leiten

Ammann sprach sich dafür aus, mit einem Brückenbau und anderen Maßnahmen zu erreichen, dass 45 Kubikmeter Hochwasser durch den Ort geleitet werden können. Bei dieser Variante 1 ist nur ein Rückhaltebecken am Hornbach notwendig. Das sei wirtschaftlicher und werde deshalb vom Wasserwirtschaftsamt hoch gefördert. Für die Kommune errechnet sich bei Variante 1 ein Eigenbetrag von über 700000 Euro, bei Variante 2 jedoch von mehr als drei Millionen Euro. Die teurere Alternative würde nicht bezuschusst, da sie nicht die wirtschaftlichste Lösung sei. Görisried will daher weiter die Variante 1 verfolgen.

Ein Öko-Schacht in der Sperrmauer

Die Details eines sogenannten Öko-Schachts in der Sperrmauer erläuterte Ammann dem Gremium und den Zuhörern. Er sei zwar etwas teurer in der Anschaffung, im Unterhalt aber viel günstiger als andere Lösungen. Außerdem könnte das Geschiebe des Hornbachs besser zurückgehalten werden. Der Schacht werde fast 14 Meter hoch.

Diskussionen gab es zur Beschaffung des Materials zum Dammbau, das nach Meinung von Gemeinderäten vom Sportplatz genommen werden kann. Allerdings ergibt sich die Frage nach einem neuen Sportplatz. Hier seien noch Berechnungen und Rücksprachen nötig, so die Rathauschefin.

Abschließend befasste sich das Ratsgremium mit dem Lärmschutz im Kindergarten. Das Anbringen von Akustikplatten in den Gruppenräumen soll den Lärm für Kinder und Personal dämmen und im Herbst erfolgen. Die Kosten für die Maßnahme werden von Spendengeldern getragen.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen