Weihnachtspäckchen
Glücksbringer Päckchen der Malteser Wilpoldsried in Gaesti in Rumänien angekommen

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  • Foto: Malteser Wildpoldsried (Deniffel)
  • hochgeladen von Pia Jakob

Sechs Jugendliche der Malteser in Wildpoldsried begleiten die rund 5.000 Päckchen, die bei der Glücksbringeraktion gesammelt wurden. Familien in Serbien und Rumänien sollen mit den Päckchen in den Wintermonaten unterstützt werden. Eine anstrengende, aber auch bewegende Tour für die Teilnehmer.

Während viele Allgäuer den ersten Weihnachtsfeiertag mit Festessen und feiern verbrachten, hieß es für die sechs Jugendlichen und ihre beiden Begleitpersonen früh aufstehen und den Tag in einem vollgepackten Auto verbringen. Als einen "Urlaub im Sinne der Nächstenliebe" beschreibt Claudia Deniffel, eine der Jugendlichen, ihre Tour.

Die Malteser verteilen die mit Lebensmitteln und kleinen Geschenken gefüllten Päckchen an Familien in Rumänien und Serbien. Da ist es auch nicht schlimm, das weihnachtliche Beisammensein mit der Familie zu verpassen. Und auch auf das Festessen müssen die Ehrenamtlichen nicht verzichten.

"Die Speisekarte in unserer Herberge in Ungarn bot uns die Möglichkeit, ein Festtagsessen nachzuholen, da es mitunter Zwiebelrostbraten und schwäbische Gerichte gab", so Deniffel.

So gestärkt erreichen die Päckchen und ihre Begleiter am zweiten Weihnachtsfeiertag die Rumänische Stadt Gaesti. Den Jugendlichen wird schnell klar, warum ihre Pakete hier so notwendig sind: "Dass wir keinen Luxus erwarten können, war zwar jedem klar, aber als wir dem ersten Straßenhund begegneten, war das Leid spürbar", berichtet Claudia Deniffel.

Auch das Päckchen von all-in.de wurde in eine Familie mit dramatischen Umständen gebracht: Eines der Kinder leidet an Krebs und hat einen großen Tumor im Gesicht. Das Kind wurde zwar in eine Spezialklinik in Bukarest gebracht, kann dort aber nicht behandelt werden.

Zeit für lange Verschnaufpausen gibt es nicht - die Pakete müssen aus den Trucks in ein Lager geladen werden, bevor sich die ersten Familien am 27. Dezember über ihre Weihnachtsgeschenke freuen können. Für die sechs Jugendlichen eine ganz besondere Erfahrung.

"Bewegende Momente, als wir die ersten Päckchen in die Familien brachten - leuchtende Kinderaugen in kläglicher Armut", erzählt Deniffel. Die Einheimischen bereiten gemeinsam Essen für die Helfer zu und sehr herzlich. "Am Anfang fühlten wir uns unwohl, Essen von Menschen anzunehmen, die es selbst am nötigsten brauchen", so Deniffel.

Auch wenn die Menschen es nicht erzählen können, so sprechen ihre Gesichter, ihre Kleidung und ihre Häuser Bände. Mit jeder Begegnung, mit jedem übergebenen Päckchen und mit jedem Lächeln, werden die Helfer in ihrem Handeln bestärkt.

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