Wochenende
Girls Day - Allgäuer Schülerinnen zu Besuch bei der Bundeswehr in Kempten

Zum zehnten Mal fand bundesweit der Girls' Day statt, der sich mittlerweile als Berufsinformationsquelle etabliert hat. Eine gute Gelegenheit für die Bundeswehr, sich zu präsentieren. Durch den Wegfall der Wehrpflicht muss diese nämlich jetzt verstärkt um Nachwuchs werben. Die all-in.de-Redaktion hat sich beim Girls' Day in der Kemptener Kaserne umgeschaut.

Die Statistik spricht für sich: Aus insgesamt 350 angebotenen Ausbildungsberufen wählen über 50% der Mädchen nur aus 10 verschiedenen. Und das vor allem, weil sie nur schwer Einblick in männerdominierte Berufe, wie den des Soldaten, bekommen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurde 2001 der Girls' Day ins Leben gerufen. Schülerinnen ab der fünften Klasse können an diesem Tag Eindrücke aus Betrieben sammeln.

So hat auch dieses Jahr die Artillerie-Kaserne Kempten ihre Pforten für 36 Mädchen geöffnet, die sich über den Sanitätsdienst der Bundeswehr informieren wollten.

"Den Girls' Day begreifen wir als große Chance, uns potentiellen Rekrutinnen zu präsentieren", so der nebenamtliche Jugendoffizier Michael Wolf. Frauen sind bei der Bundeswehr längst keine Seltenheit mehr - und das soll auch so bleiben.

"Wir wollen zeigen, was den Soldatenberuf im Sanitätsdienst ausmacht", sagt Wolf weiter. So durften die Besucherinnen zum Beispiel am eigenen Rücken testen wie schwer ein voll bepackter Bundeswehrrucksack - ein so genannter Tornister - wirklich ist.

Am Nachbau eines Biwaks - eines Zeltlagers im Felde - wurde demonstriert, wie sich Soldaten und Soldatinnen im Feld schützen und tarnen.

Große Augen machten die jungen Damen auch, als sie die Sanitätscontainer besichtigen durften. Diese Container können zusammengesetzt ein durchschnittliches Krankenhaus ersetzen. Einsatzgebiet: Krisenregionen, zum Beispiel Afghanistan. Praxisbezug pur für die Schülerinnen - genau wie bei den Einblicken in die Funktion der Sanitätsfahrzeuge und in die Logistik der Verpflegung.

"Ich finde das total interessant! Man weiß ja als Aussenstehende nicht, was da alles dahinter steckt" sagte eins der Girls' Day-Mädchen während der Besichtigung. Einige der Besucherinnen können sich sogar eine Karriere in der Bundeswehr vorstellen: "Absolut - Die machen hier einen wichtigen Job und das sollte man unterstützen!"

Für Oberleutnant Wolf jedenfalls war der Girls' Day 2011 ein Erfolg. "Natürlich freut es uns zu sehen, dass unser Angebot auf Interesse stößt. Leider können wir nicht messen, wie viele Rekrutinnen sich bei uns aufgrund des Girls' Days bewerben - wir hoffen allerdings, dass wir einen guten Eindruck gemacht haben."

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