Oberallgäu
Gigantische Betonriegel zur Stabilisierung

Gewaltige Erdmassen werden derzeit bei den Straßen-bauarbeiten am Riedbergpass zwischen Obermaiselstein und Balderschwang abgetragen, um stabile Böschungen zu erhalten. Die Kreisräte, die dem Bauausschuss des Kreistags Oberallgäu angehören, zeigten sich auf einer halbtägigen Besichtigungsreise durch den Landkreis beeindruckt von den Arbeiten auf dieser Großbaustelle.

Bruno Müller wies als Leiter des Kreistiefbauamts darauf hin, dass an dem 500 Meter langen Straßenstück mehr Erde abgetragen werden muss als ursprünglich geplant, aus Sicherheitsgründen. Zusätzlich fallen bis zu 15000 Kubikmeter Material an, das bis ins Illertal zu transportieren ist. Die dadurch entstehenden Mehrkosten in Höhe von 300000 Euro werden nach Darlegung von Müller aber zu 90 Prozent von der Regierung von Schwaben übernommen. Die verbleibenden 30000 Euro werden vom Landkreis durch Einsparungen bei den Arbeiten am Bahnübergang Thanners aufgefangen.

Aufwendige Sicherung

Zuvor hatte der Amtschef über die bereits fertiggestellten Baumaßnahmen an der Pass-Straße informiert. So schützen am östlichen Tunnelportal riesige Metallnetze vor künftigem Steinschlag. Am sogenannten «Hennenbrunnen» wurde der Fels durch gigantische Betonriegel stabilisiert. Die abrutschende Böschung zur Schönberger Ach musste aufwendig gesichert werden.

Kommendes Jahr sollen noch zwei Konsolidierungssperren im Gebirgsbach gebaut werden. Damit hört es nicht auf. In den Folgejahren sind noch weitere Baumaßnahmen an der Pass-Straße nötig. Landrat Gebhard Kaiser bei der Baustellen-Tour dazu: «Der Riedbergpass ist immer in Bewegung». Einziger Trost wegen der hohen Baukosten: Geschiebe und Instabilität sind nicht mehr so stark wie früher.

Weitere Stationen der Rundreise waren die Kreisstraße OA 9 zwischen Fischen und Thalhofen sowie die OA 30 zwischen B 19 und Untermaiselstein, wo jeweils Geh- und Radwege entstehen. Die B 19 neu zwischen Thanners und Immenstadt-Stein, der Rückbau der alten Bundesstraße im gleichen Abschnitt sowie die kürzlich freigegebene Umgehung Wertach standen ebenfalls auf dem Programm.

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