Baisweil
Gewerbegebiet wächst weiter

Nach langen Beratungen hat der Gemeinderat die Weichen für die Erweiterung des Gewerbegebietes Baisweil Süd gestellt. Planer Gerhard Abt stellte das Konzept vor, welches das Gremium als Grundlage für das weitere Vorgehen beschloss.

Bereits seit Längerem möchte die Gemeinde das alte Gewerbegebiet erweitern. Das 0,9 Hektar große Areal liegt zwischen dem Keltenweg und der Kreisstraße OAL3 im Süden der Gemeinde. Doch zuvor mussten Grundstücksfragen geklärt werden. Nun gab der Gemeinderat grünes Licht für die Vergrößerung auf zwei Hektar. Dabei soll das Gebiet in Richtung Eggenthal wachsen, aber auch den Lückenschluss zum Ort hin einleiten. Die Zufahrt soll über den Alemannenweg im Süden erfolgen. Zudem könnten dabei Vorbereitungen zur Erweiterung der Mehrzweckhalle geleistet werden, sagte Bürgermeister Thomas Steinhauser. Zudem soll eine Stichstraße zu einem U-förmigen Weg ausgebaut werden.

Jetzt stellte Abt eine erste Version der Satzung vor, die im Wesentlichen auf der alten beruht. Demnach handelt es sich um ein reines Gewerbegebiet mit zulässigen Wohneinheiten für Betriebsleiter. Auf den neuen Flächen dürfen 50 Prozent bebaut werden, 80 Prozent davon zweigeschossig. Die Bauweise soll offen sein, also mit Freiflächen zwischen den Gebäuden. Fotovoltaikanlagen sind auf den Dächern erlaubt. Im Ort sei das zwar nicht erwünscht, aber im Gewerbegebiet seien schließlich nur Zweckbauten, meinte Hermann Specht.

Die Haupt- und Nebengebäude sollen eine «gestalterische Einheit» bilden, keine grellen Farben haben und moderat beworben werden, so Abt. Für die bebaute Fläche muss die Gemeinde für einen dementsprechenden Grünausgleich sorgen, betonte Abt. Dazu seien Landwirtschaft und Denkmalpflege besonders zu beachten.

Noch ohne Beschluss blieb die Höhe der Immission: «Lärmschutz ist ein heißes Eisen», meinte der Bürgermeister. Im Gespräch sind zulässige Dauerbelastungen von 65 Dezibel am Tag und 50 Dezibel bei Nacht. Wie nahe ihnen das Gewerbegebiet noch an die Häuser rücke, wollten Anwohner wissen. Das Areal sei damals dort entstanden, weil woanders schlicht kein Platz gewesen sei, erklärte Steinhauser. Zudem wachse es in beide Richtungen. Außerdem werde durch die neue Straßenführung der innerörtliche Verkehr entlastet, versicherte er. Zunächst müssen die Satzung erarbeitet und ein Aufstellungsbeschluss gefasst werden. Dem folgt die öffentliche Auslegung, bei der sich Träger öffentlicher Belange und die Bürger äußern können, erläuterte Steinhauser.

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