Unterallgäu
Gesundheitsamt kontrolliert Unterallgäuer Seen

An heißen Sommertagen tut Abkühlung gut. Zum Erfrischen laden im Unterallgäu neben zahlreichen Schwimmbädern viele Seen und Weiher ein. In diesen könne man bedenkenlos schwimmen, sagt Dr. Wolfang Glasmann, Leiter des Gesundheitsamts am Unterallgäuer Landratsamt. Die Wasserqualität sei in den Unterallgäuer Baggerseen erfahrungsgemäß durchweg gut. Ist das kühle Nass verunreinigt, kann das Badevergnügen krankmachen. Denn alle Schwimmer und vor allem auch im See spielende Kinder schlucken beim Baden Wasser, wie Glasmann sagt.

Enthält dieses zum Beispiel Salmonellen oder Blaualgen, könne das zu Brechdurchfall beziehungsweise Vergiftungserscheinungen führen. Deswegen wird die Wasserqualität in der Badesaison unter anderem vom Gesundheitsamt kontrolliert.

Neben der mikrobiologischen Untersuchung des Wassers wird dabei laut Glasmann zum Beispiel auch die Optik überprüft – etwa die Sichttiefe. 'Denn trübes Wasser könnte die Suche nach verunglückten Personen erschweren', erläutert der Leiter des Gesundheitsamts.

Auch jeder Badegast selbst kann laut Glasmann dazu beitragen, dass die Freude am Sonnen und Schwimmen erhalten bleibt. So sollte man keinen Müll zurücklassen, sondern Essensreste oder leere Verpackungen in die aufgestellten Abfalleimer werfen oder wieder mit nach Hause nehmen.

Außerdem sollte man darauf achten, dass von kaputten Glasflaschen und Ähnlichem keine Scherben liegenbleiben, so Glasmann. Andernfalls bestehe Verletzungsgefahr.

So genannte EU-Badegewässer, also Seen, die überregionale Bedeutung haben, werden nach Glasmanns Worten regelmäßig einmal im Monat untersucht. Im Unterallgäu gibt es drei EU-Badegewässer: das Bad Clevers in Bad Grönenbach, den Rothdachweiher in Babenhausen und das Schachenbad bei Ottobeuren.

Andere Badegewässer werden stichprobenartig überprüft, wie Glasmann sagt. 'Wenn uns Verunreinigungen oder Missstände auffallen oder wir davon Kenntnis bekommen, machen wir die jeweilige Gemeinde darauf aufmerksam', betont der Leiter des Gesundheitsamts.

Die Gemeinde stelle dann zum Beispiel Warnschilder auf. Vorsichtig sein und nicht ins Wasser gehen sollte man laut Glasmann auch, wenn das Wasser schlecht riecht. Denn das könne zum Beispiel ein Anzeichen dafür sein, dass, etwa bei starkem Regen, Gülle eingeschwemmt worden ist.

Info: Die aktuellen Testergebnisse und weitere Informationen zu den Unterallgäuer Badeseen sind unter www.unterallgaeu.de/badeseen zu finden.

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