Lindenberg
Gesundes Wachsen im verwilderten Garten

25 Schüler der Klasse M10 und 16 Schüler der Praxisklasse P9 sind an der Hauptschule Lindenberg in der von Fünftklässlern festlich geschmückten Aula verabschiedet worden. Die Schulband sorgte für den stimmungsvollen Rahmen.

Der als «Beppo, der Straßenkehrer» und Freund Momos auftretende Schulleiter Gerhard Hoffmann verwies in seiner Abschiedsrede auf die lange Straße, die nun vor jedem liegt und rät, immer nur den nächsten Schritt ins Auge zu fassen. Sein Wunsch an alle: «Fange nie an aufzuhören, Dein Ziel zu verfolgen und höre nie auf, wieder anzufangen».

Ein ähnliches Zitat richtete auch die Elternbeiratsvorsitzende Isolde Jungblut an die Jugendlichen: «Leben ist bewegte Energie, nichts hat Bestand, alles ist im Fluss». Sie riet den Jugendlichen, Vertrauen in die eigene Beweglichkeit zu setzen, um nicht unterzugehen.

Konrektor Uli Mayer verglich die P-Klasse mit einem verwilderten Garten. So wie der Gärtner den Pflanzen den Standort und die Pflege gibt, die sie zum gesunden Wachsen benötigen, so seien die Lehrkräfte bestrebt, die Schüler nach ihren Fähigkeiten zu fördern, ihnen ein gesundes Selbstwertgefühl und Sozialkompetenz zu vermitteln. Es sei eine faszinierende Arbeit, anders als bei dem M-Zweig, «aber genauso wertvoll und erfolgreich», so der Klassenleiter der P9. Mayer strich noch einmal heraus, dass die Hauptschule keine «Restschule» sei, sondern pädagogische Basisarbeit leiste, die mehr Beachtung durch die Politik verdiene.

Schulsprecher Marco Greber richtete den Dank aller Abschlussschüler an die Lehrkräfte, die mit viel Geduld nicht nur Wissensvermittlung betrieben, sondern auch an die Schüler geglaubt und damit das Selbstwertgefühl gestärkt hätten. Der Dank wurde auch in Form von Geschenken an einzelne Lehrkräfte und einer Sonnenblume für die Fachlehrer abgestattet.

Schulleiter Gerhard Hoffmann konnte noch vier Preise vergeben, einmal für das beste Abschlusszeugnis an Sophie Rosa und Christoph Planinc von der M10. Liam Gordon wurde als «Praxischampion» ausgezeichnet und auch Julian Lutz, der es mit Ausdauer, Beharrlichkeit und einer hohen sozialen Kompetenz geschafft hat, eine Lehrstelle zu bekommen, trotz nicht bester Noten. Er ist nach Uli Mayer ein positives Beispiel der pädagogischen Arbeit in den P-Klassen.

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