Buchenberg
Gesellschaft für Windkraft bei Buchenberg

In Buchenberg hat sich eine GmbH gegründet, die drei Windkraftanlagen betreiben will. Sie sollen zwei Kilometer auf einem Höhenzug im Kürnacher Wald nordwestlich von Eschach aufgestellt werden. Weil es aber auch vor Ort viele Kritiker hoher Windräder im Oberallgäu gibt, rechnet Geschäftsführer Wendelin Einsiedler damit, dass «noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden muss».

Deshalb wollen Einsiedler und Beiratsvorsitzender Bernd Heckelsmüller keine Prognose wagen, wann sie ihr Vorhaben realisieren können. Eineinhalb Jahre betrage die Lieferzeit für Windräder, vielleicht sei es möglich, im Frühjahr nächsten Jahres einen Antrag zu stellen, mutmaßt Heckelsmüller. Zuvor müssten vor allem die Buchenberger Gemeinderäte vom Sinn der Stromerzeugung vor Ort überzeugt werden.

Die drei geplanten Windkraftanlagen sollen eine Nabenhöhe von 138 Metern und 42 Meter lange Flügel haben. Erzeugt werden könnte damit die doppelte Strommenge, die der Markt Buchenberg im Jahr verbraucht, rechnet Einsiedler vor. Bisher hat die GmbH etwa 20 Mitglieder. Einsteigen können Interessierte mit Beträgen zwischen 5000 und 100000 Euro. Ein Windrad produziere sieben bis siebeneinhalb Millionen Kilowatt pro Jahr.

«Ziemlich optimistisch» sind die Befürworter der Windkraft, dass sie ihr Projekt verwirklichen können. Der Weg zu einer ortsnahen CO2-freien Stromerzeugung sei vorgezeichnet, argumentiert Wendelin Einsiedler, der im Allgäu bereits zwölf Windkraftanlagen mit 650 Beteiligten betreibt. Wenn Autos künftig mit Strom gefahren werden, seien dezentrale erneuerbare Energien noch mehr gefragt als heute. Zudem werde eine Möglichkeit für regionale Wertschöpfung geschaffen.

Mit den Argumenten der Gegner von Windkraftanlagen im Allgäu, die vor allem eine Beeinträchtigung der Landschaft und Nachteile für den Tourismus befürchten, haben sich die Befürworter auseinandergesetzt. «Ich kann diese Haltung akzeptieren und mich auch reinversetzen», meint Wendelin Einsiedler. Dennoch glaubt er an einen «Gewöhnungsprozess», der den Älteren schwerer falle, bei den Jungen dagegen sei «das kein Thema».

Windkraft sei vor dem Hintergrund des Klimawandels Naturschutz pur und eine Veränderung der Kulturlandschaft im Sinne der Natur.

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