Kempten
Geschäftsleute haben Angst vor dem Ruin

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Nur die wenigsten Geschäftsleute am Hildegardplatz wollen eine Tiefgarage. Die meisten von ihnen befürchten eine lange Bauzeit, in der Kunden und Gäste ausbleiben. Einige sehen sich durch das Vorhaben sogar in ihrer Existenz bedroht. Andere lehnen die unterirdischen Parkplätze nicht grundlegend ab. Nur ein Inhaber-Paar befürwortet das Projekt. Das sagen die einzelnen Gewerbetreibenden:

Gebrüder Teply Tabakwaren: Inhaber Andreas Lanig erläutert, dass viele Kunden bei ihm nur auf einen Sprung vorbeikommen. Kaum einer von ihnen würde während der Bauzeit etwa in der Tiefgarage am Königsplatz parken und extra bis zu seinem Laden laufen.

Cucina Toscana: «Wenn die Tiefgarage kommt, bin ich weg», ist Paola Farina überzeugt. Ihre fünf Angestellten würden dann wohl auf der Straße stehen. Schließlich wolle keiner bei ihr essen, wenn er Baufahrzeuge vor der Nase habe. Und überhaupt würden die Leute nicht für einen Kaffee in der Tiefgarage parken.

Fingerhütchen: Ähnliche Befürchtungen hat Elisabeth Loos. Weil die Laufkundschaft während der Bauphase wegbliebe, ist sie gegen die Tiefgarage.

Blumen Hiedl: Dass eine Tiefgarage das Leben vom Platz nimmt, befürchtet Inhaberin Gertrud Kösel. «Es ist sinnlos einen schönen Platz zu schaffen, auf dem dann nichts los ist», sagt sie. Kösel ist dafür, dass möglichst viele Parkplätze erhalten bleiben. Außerdem sollte besser auf die bereits in der Stadt vorhandenen Parkplätze hingewiesen werden.

Zum Stift: Für eine Verschönerung des Platzes ist Wirt Jürgen Berkmiller zwar. Einer Tiefgarage steht er jedoch wegen der längeren Bauzeit skeptisch gegenüber: «Die günstigere Variante wäre ein Parkhaus an anderer Stelle.»

Dresdner Bank: Filialdirektor Thomas Kaltenmark ist es wichtig, dass es genügend oberirdische Parkplätze gibt. «Damit die Kunden mal schnell reinhuschen und zum Geldautomaten können.» Das würde den Platz zudem beleben. Prinzipiell gegen eine Tiefgarage ist er aber nicht.

Vivis Afroshop: Weder für noch gegen das Projekt ist Vivi Nougnava. Ihr ist es vor allem wichtig, dass zu jeder Zeit genügend Parkplätze zur Verfügung stehen.

Remax Immobilien: Entspannt sieht Klaus Tabery der Entscheidung entgegen. Sollte die Tiefgarage kommen, wäre es ihm wichtig, dass die Geschäftsleute darin Parkplätze mieten könnten.

Raiffeisenbank: Cornelia Baumann von der Geschäftsstelle am Hildegardplatz will sich nicht festlegen, solange es noch keine endgültige Planung gibt. Für die Bank sei wichtig, dass die Umbauphase möglichst reibungslos funktioniert.

Feneberg: «Das Kritische ist vor allem die Bauphase», betont auch Hannes Feneberg. Die Geschäfte müssten in dieser Zeit gut erreichbar sein. «Denn der schönste Platz mit den meisten Parkplätzen bringt nichts, wenn die Kunden nach dem Umbau nicht wiederkommen.»

Gesund und fein: Weil die Bauzeit nicht zu überstehen wäre, müsste der Naturkostladen voraussichtlich schließen, so eine Mitarbeiterin.

St.-Lorenz-Apotheke: Chef Ralf Oberbauer sieht sich ebenfalls in seiner Existenz bedroht, sollte die Tiefgarage kommen.

Buchhandlung Pröpster Die Inhaber Herbert und Monika Schrankenmüller sind als einzige klar für die unterirdischen Parkplätze. Nur so gebe es genügend Stellplätze.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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