Allgäu-Schwäbischer Musikbund
Geringe Teilnahme am Marschmusik-Wettbewerb in Gestratz

Die zurückliegenden Monate waren für den Bezirk 7 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) eine erfolgreiche Zeit, mit den 'Jahreskonzerten als Glanzpunkten', so Bezirksleiter Roland Paulus bei der Generalversammlung in Lindenberg. Höhepunkt war das 50. Bezirksmusikfest in Gestratz.

Einzig: 'Mit der geringen Teilnehmerzahl am Marschmusik-Wettbewerb können wir nicht zufrieden sein.' Von den 30 Kapellen im Bezirk nahmen in Gestratz nur zwei teil.

Das kritisierte neben Paulus auch Bezirksdirigent Ernst Müller. Zwei auswärtige Kapellen mussten engagiert werden, um den Wettbewerb überhaupt stattfinden zu lassen. Das kostete den Bezirk 1000 Euro für den Bus-Transfer.

Zudem hatte er zuletzt 1700 Euro in die Fortbildung investiert. Dennoch hat sich das Bild seit fünf Jahren nicht verändert. Zweimal (2008 in Stiefenhofen und 2011 in Röthenbach) musste der Wettbewerb ganz ausfallen. Das Interesse der Zuschauer sei da: 'Die Leute wollen das sehen', so Müller. Daher: 'Wir sollten uns aufraffen, es wird erwartet.' Vier Kapellen sollten es seiner Ansicht nach aber schon sein.

Werner Buhmann (Musikkapelle Wohmbrechts) ermutigte die anderen Kapellen zur Teilnahme der angebotenen Fortbildungen: 'Man kommt bei weltlichen und kirchlichen Anlässen ganz anders daher.' Auch Andreas Moritz (Maria-Thann) sah, dass sich die Fortbildung gelohnt hat: 'Das Niveau ist gestiegen.' Aber: 'Es fällt mir schwer, die Kapelle zum Auftritt zu motivieren.'

Eine besondere Idee hatte der Kassierer der Musikanten aus Wohmbrechts: 'Vielleicht sollte man einen finanziellen Anreiz schaffen statt das Geld für Buskosten externer Kapellen auszugeben.' Ludwig Sinz (Stadtkapelle Lindenberg) hatte eine viel belächelte Erklärung für den Unwillen der Kapellen: 'Der typische Allgäuer marschiert halt nicht so gern.'

Der stellvertretende Bezirksleiter Helmut Münzel vom TSZ Lindenberg, der 2013 das Bezirksmusikfest ausrichtet, warb mit dem Veranstaltungsort des Marschmusik-Wettbewerbes: 'Das Stadion ist ideal. Wenn die Tribüne voll ist, wird das richtig schön.' Münzel stellte auch das Programm für 2013 vor. Entgegen den ersten Planungen gehört auch ein Jugendkapellen-Treffen am Festsamstag (13. Juli) dazu.

'Beachtliche Leistungen' hatte es nach Ansicht von Bezirksleiter Paulus bei den Wertungsspielen in Gestratz gegeben. 'Prächtig weiter entwickelt' habe sich das Bezirksseniorenorchester, das sieben Auftritte hatte.

'Noch zu wenig Befürworter' gibt es aus Sicht von Bezirksdirigent Müller für einen Neustart des Bezirksblasorchesters: 'Es fehlt an der Unterstützung der Mehrheit der Dirigenten.' Positiv sieht Bezirksjugendleiterin Silke Stohr die Situation beim Nachwuchs.

Zwar gab es bisher mit 85 D1- und 28 D2-Prüflingen eine etwas geringere Teilnehmerzahl. Doch steht eine Prüfung im Dezember noch aus. Zwölf Jungmusiker stellten sich zudem der D3-Prüfung. Sehr gut organisiert gewesen sei das Jugendkapellen-Treffen in Lindenberg, das allerdings unter dem schlechten Wetter gelitten habe.

In seinem Grußwort lobte Landtagsabgeordneter Eberhard Rotter die Musikkapellen für ihre 'super Jugendarbeit'. Die Jahreskonzerte der Kapellen seien die kulturellen Höhepunkte – und die Fördergelder 'gut angelegt', auch als Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit in den Kapellen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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