Ticker
Gericht: Ostallgäuer produziert «Verfahrensmonster»

«Er hat aus einer Mücke ein Verfahrensmonster gemacht» - mit diesen Worten brachte der Verteidiger eines 42-jährigen Ostallgäuers in einem Falschaussageverfahren vor dem Kaufbeurer Schöffengericht seine Einschätzung der Lage auf den Punkt. Sein Mandant hatte im Jahr 2008 in einem Bußgeldverfahren, in dem es um ein Handy-Telefonat während einer Traktorfahrt ging, trotz eindeutiger Beweislage den Vorwurf bestritten und einen Freund als Entlastungszeugen aufgeboten.

Ziel des Mannes, dessen Flensburger Verkehrssünder-Konto bis zum Anschlag belastet war, war offenbar die Rettung seines Führerscheins. Das Bußgeldverfahren endete mit einer Verurteilung und hatte für den Entlastungszeugen einen Prozess wegen uneidlicher Falschaussage zur Folge.

In diesem Verfahren log wiederum der Angeklagte für ihn und stand deshalb nun selbst wegen einer Falschaussage vor Gericht. Dieses verurteilte den Angeklagten schließlich wegen uneidlicher Falschaussage und versuchter Strafvereitelung zu einer zehnmonatigen Haftstrafe.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen