Kempten
Gerberstraße: (Kinder-)Sicherheit ist großes Thema

Eine Treppenlandschaft als Sitzgelegenheit, ein Brunnen samt Mühlrad und eine Wasserrinne hinunter bis zur Kronenstraße: Ansprechender soll sich wie berichtet künftig die Gerberstraße präsentieren und so mehr Menschen anziehen. Startschuss für die Sanierungsmaßnahmen soll laut Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann im April sein. Im Bauausschuss wurde das 1,155-Millionen-Euro-Projekt noch einmal vorgestellt und es wurden einige Details besprochen - bevor der Ausschuss einhellig zustimmte:

Sicherheit - Beim Thema Sicherheit - des Mühlrads sahen die Ausschussmitglieder - allen voran Karl Sperl (CSU) - besonderen Gesprächsbedarf. Denn auch wenn das Rad eigentlich nicht als Spielgerät gedacht sei: Wie Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer meinte, werde es zu einem werden. Da sei die Sicherheit - natürlich wichtig. Wiedemann gab Entwarnung: Das bis zu 300 Kilogramm schwere Rad aus Stahl werde mit einem Widerstandssensor ausgerüstet. Bei Berührung halte das Rad an und der Wasserzulauf werde unterbrochen. Zudem werde das Mühlrad nicht zu tief im Brunnen platziert, damit sich Kinder darunter nicht einklemmen können. «Außerdem wird das Rad vom TÜV geprüft», versicherte Wiedemann.

Spielgeräte Bis auf ein kleines Mühlrad im Bachverlauf sehen die jetzigen Planungen keine Spielgeräte für Kinder vor. Siegfried Oberdörfer (SPD) schlug vor, beispielsweise die geplanten Wassersprudler interessanter zu gestalten, indem sie in der Höhe variieren. Zudem bat er, zu prüfen, ob nicht noch die eine oder andere Kleinigkeit für Kinder eingebaut werden könne.

Wasserrinne Mit ihren sechs Zentimetern ist die Wasserinne durch die Gerberstraße Bruno Steinmetz nicht tief genug. Er wünscht sich eine zwei Zentimeter tiefere Rinne, die optisch eher einem Bach gliche und praktische Vorzüge hätte: Dann ließe sich Dreck, der sich unter den Übergängen sammle, leichter entfernen.

Baureferentin Monika Beltinger und Wiedemann aber argumentierten, dass die Rinne bewusst flach gehalten sei, um weder für den Lieferverkehr noch für Fußgänger ein Hindernis darzustellen.

Kosten 1,155 Millionen Euro wird der Umbau zwischen Galeria Kaufhof und Kronenstraße kosten. 1,1 Millionen Euro davon kommen laut Wiedemann aus dem Vermögenshaushalt, der Rest aus Einsparungen bei anderen Haushaltsstellen. Der Unterhalt der Brunnenanlage werde pro Jahr rund 16000 Euro kosten.

Laut Baujuristin Dr. Franziska Renner läuft derzeit bei der Regierung von Schwaben der Antrag auf Fördermittel. Förderungsfähig sei, was einen städtebaulichen Mehraufwand bedeute - also ein besonderes Pflaster oder etwa das Mühlrad. Die Förderhöhe liegt bei 60 Prozent.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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